Stena-Fähre Skåne trotz Havarie-Schaden wieder im Einsatz
Die Spuren der schweren Kollision im Hafen von Trelleborg sind unübersehbar: An der Bugpartie der Stena-Line-Fähre „Skåne“ prangt eine deutliche Beule. Dennoch hat das Schiff seinen regulären Fahrplan wieder aufgenommen und pendelt zwischen Warnemünde und Skandinavien. Der Warnemünder Fahrgastschiffer Thomas Meissner dokumentierte die Rückkehr des beschädigten Schiffes mit eindrucksvollen Aufnahmen.
Untersuchungen geben grünes Licht für Skåne
Wie ein Sprecher der Stena-Line mitteilte, haben umfangreiche Untersuchungen durch die schwedischen Behörden und die zuständige Klassifizierungsgesellschaft ergeben, dass trotz der sichtbaren Beschädigung keine sicherheitsrelevanten Mängel an der Fähre festgestellt wurden. Diese Bewertung ermöglichte die schnelle Wiederinbetriebnahme des Schiffes, das für die wichtige Verbindung zwischen Rostock und Skandinavien unverzichtbar ist.
Die Situation bei der TT-Line-Fähre „Tinker Bell“ gestaltet sich hingegen deutlich komplizierter. Wann das Schiff nach der Havarie vom 11. März wieder einsatzfähig sein wird, bleibt vorerst unklar. Die „Tinker Bell“ befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer besonderen Mission: Sie kam frisch aus der Werft im litauischen Klaipėda und sollte eigentlich zurück in den regulären Verkehr zwischen Trelleborg und Travemünde gehen.
Glück im Unglück: Keine schweren Verletzungen
Trotz des heftigen Zusammenpralls im Hafenbecken von Trelleborg blieben ernsthafte Personenschäden erfreulicherweise aus. Zum Zeitpunkt der Kollision befanden sich etwa 130 Passagiere an Bord der Stena-Fähre „Skåne“, die alle sicher von Bord gebracht werden konnten. Auf der TT-Line-Fähre „Tinker Bell“ waren aufgrund des Werftaufenthaltes glücklicherweise keine Passagiere anwesend, was die potenzielle Gefährdungslage deutlich reduzierte.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die schwedischen Behörden untersuchen derzeit intensiv die genauen Umstände der Havarie. Neben der offensichtlichen Beschädigung beider Schiffe wurden auch Unterwasseruntersuchungen mit Tauchern durchgeführt, um den genauen Zustand der Fähren zu dokumentieren. Ersten Augenzeugenberichten zufolge soll ein technischer Defekt der Steuerung an der TT-Line-Fähre „Tinker Bell“ die Ursache für den folgenschweren Zusammenstoß gewesen sein.
Die Fähre habe die am Kai liegende Stena-Fähre „Skåne“ bei der Einfahrt regelrecht gerammt, so die Schilderungen von Beobachtern vor Ort. Diese technische Panne führte zu dem ungebremsten Aufprall, der nun sowohl bei der Stena Line als auch bei der TT-Line erhebliche betriebliche Konsequenzen nach sich zieht.
Während die Stena-Fähre „Skåne“ trotz ihrer sichtbaren Blessur bereits wieder Passagiere und Fracht transportiert, bleibt die Zukunft der TT-Line-Fähre „Tinker Bell“ vorerst ungewiss. Die Reedereien und Behörden arbeiten eng zusammen, um sowohl die Unfallursache vollständig aufzuklären als auch die betrieblichen Folgen der Havarie zu minimieren.



