Frühlingsbeginn 2026: Zwei offizielle Starttermine für die schönste Jahreszeit
Berlin – Endlich ist es soweit: Der Frühling steht vor der Tür! Doch wann beginnt die wärmere Jahreszeit eigentlich genau? Die Antwort ist überraschend vielschichtig, denn es gibt gleich zwei offizielle Definitionen für den Frühlingsanfang – eine meteorologische und eine astronomische.
Meteorologischer Frühlingsanfang: Pünktlich zum 1. März
Für Meteorologen und Klimaforscher beginnt der Frühling bereits am 1. März. Dieses Datum bleibt jedes Jahr konstant und markiert den Start einer dreimonatigen Frühlingsperiode, die bis zum 31. Mai andauert. Diese feste Einteilung dient vor allem praktischen Zwecken: Sie ermöglicht präzise Wetterstatistiken und vereinfacht den Vergleich von Klimadaten über Jahre hinweg erheblich.
Astronomischer Frühlingsanfang: Die Tag-und-Nacht-Gleiche
Der kalendarische oder astronomische Frühlingsanfang richtet sich hingegen nach der Position der Erde zur Sonne. In diesem Jahr fällt er auf den 20. März um 15:45 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne genau senkrecht über dem Äquator – ein Phänomen, das als Tag-und-Nacht-Gleiche bezeichnet wird. An diesem Tag sind Tag und Nacht fast gleich lang, jeweils etwa zwölf Stunden.
Der genaue Zeitpunkt variiert von Jahr zu Jahr leicht, da ein Sonnenjahr nicht exakt 365 Tage, sondern etwa 365 Tage, 5 Stunden und 49 Minuten dauert. Daher findet der astronomische Frühlingsanfang meist am 20. oder 21. März statt, in seltenen Fällen auch bereits am 19. März.
Zeitumstellung: Die Uhren springen vor
Zum Frühlingserwachen gehört traditionell auch die Umstellung auf die Sommerzeit. In diesem Jahr werden die Uhren in der Nacht vom 28. auf den 29. März von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Diese Maßnahme soll das Tageslicht besser nutzen und potenziell Energie sparen. Die Rückkehr zur Winterzeit erfolgt dann am 25. Oktober.
Frühlingswirkungen auf Körper und Natur
Der Frühling bringt spürbare Veränderungen mit sich:
- Längere Tage: Der Sonnenstand steigt kontinuierlich an
- Wärmere Temperaturen: Das Wetter wird allmählich milder
- Erwachende Natur: Pflanzen beginnen zu sprießen, Tiere werden aktiver
- Positive Stimmung: Mehr Tageslicht fördert die Serotoninproduktion
Das vermehrte Sonnenlicht regt die Bildung des Glückshormons Serotonin an, während die Produktion des Schlafhormons Melatonin zurückgeht. Viele Menschen erleben dadurch einen spürbaren Energieschub und eine optimistischere Grundstimmung.
Allerdings klagen manche auch über Frühjahrsmüdigkeit – eine vorübergehende Erschöpfung, die durch Kreislaufanpassungen und Hormonschwankungen verursacht wird. Diese Phase ist normalerweise nur von kurzer Dauer, bis sich der Körper an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnt hat.
Während Krokusse auf rheinland-pfälzischen Wiesen ihre Blüten entfalten und Berliner Parks wieder zum Lesen im Freien einladen, steht fest: Egal ob nach meteorologischer oder astronomischer Definition – der Frühling 2026 hat begonnen und bringt Licht, Wärme und neue Energie in unseren Alltag.



