Sachsen-Anhalt investiert zehn Millionen Euro in nachhaltiges Wassermanagement
Das Land Sachsen-Anhalt hat einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den Wassermangel eingeleitet. Mit einem ersten Förderaufruf aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes stellt das Umweltministerium zunächst zehn Millionen Euro für Projekte bereit, die das Wasser länger in der Fläche halten sollen. Gewässerunterhaltungsverbände können bis Ende März ihre Projektskizzen einreichen, wie eine Sprecherin des Ministeriums mitteilte.
Geförderte Maßnahmen für bessere Wasserspeicherung
Gefördert werden konkret Maßnahmen, die den natürlichen Wasserhaushalt stabilisieren und insbesondere in trockenen Zeiten helfen. Dazu zählen:
- Regenrückhalteanlagen, die Niederschlagswasser sammeln und verzögert abgeben
- Stauanlagen, die gezielt Wasser zurückhalten
- Sogenannte Sohlgleiten – flach angelegte Stufen in Bächen, die den Wasserfluss bremsen und so die Fließgeschwindigkeit reduzieren
Diese Maßnahmen sollen nicht nur akutem Wassermangel entgegenwirken, sondern langfristig die Wasserverfügbarkeit in der Region verbessern.
Verteilung der Fördermittel und Mindestinvestition
Die zehn Millionen Euro sind strategisch aufgeteilt: Die Hälfte der Mittel ist für Projekte reserviert, die schnell umgesetzt werden können und somit kurzfristige Effekte erzielen sollen. Die andere Hälfte steht für umfassendere Konzepte zum Gewässermanagement und deren anschließende Umsetzung bereit. Für jedes Vorhaben muss mindestens eine Investition von 50.000 Euro geplant werden, was eine gewisse Größenordnung und Nachhaltigkeit der Projekte sicherstellen soll.
Insgesamt 33 Millionen Euro aus Bundesmitteln verfügbar
Die jetzt ausgeschriebenen zehn Millionen Euro sind Teil eines größeren Finanzpakets. Aus dem Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ stehen insgesamt rund 33 Millionen Euro für Wassermanagement und Gewässerunterhaltung in Sachsen-Anhalt zur Verfügung. Dies unterstreicht die Bedeutung, die sowohl Landes- als auch Bundesebene dem Thema beimessen. Die aktuelle Förderinitiative markiert somit den Beginn einer umfassenderen Strategie zur Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen und zur Sicherung der Wasserressourcen in der Region.



