Freitag der 13. in Sachsen-Anhalt: Kein erhöhtes Unfallrisiko trotz Aberglauben
Für viele Menschen gilt der Freitag der 13. als ein Tag, der Unglück bringen soll. Doch entgegen diesem weit verbreiteten Aberglauben ereignen sich an diesem Datum in Sachsen-Anhalt nicht mehr Verkehrsunfälle als an anderen Tagen. Das Statistische Landesamt des Bundeslandes hat eine detaillierte Auswertung des Unfallgeschehens in den vergangenen Jahren vorgelegt, die diese Annahme klar widerlegt.
Statistische Analyse entkräftet Mythen
Die Behörde hat die Unfallzahlen an Freitagen, die auf einen 13. fielen, mit denen an anderen Freitagen verglichen. Dabei zeigte sich, dass der 13. in keiner Weise heraussteche. Vielmehr liegen die Unfallzahlen an diesen Tagen oft sogar unter dem Durchschnitt, was die irrationale Furcht vor diesem Datum als unbegründet erscheinen lässt.
Ein konkretes Beispiel aus dem Jahr 2025 verdeutlicht dies: Am 13. Juni, einem Freitag, wurden lediglich 14 Verkehrsunfälle registriert. An den Freitagen davor und danach kam es hingegen zu deutlich mehr Vorfällen. So wurden am 6. Juni 28 Unfälle gezählt und am 20. Juni waren es 25. Dies unterstreicht, dass externe Faktoren wie Wetter oder Verkehrsaufkommen einen weitaus größeren Einfluss haben als ein bestimmtes Kalenderdatum.
Keine Auffälligkeiten in den Vorjahren
Die Analyse erstreckt sich auch auf das Jahr 2024, in dem der 13. September und der 13. Dezember auf einen Freitag fielen. Auch hier gab es keine markanten Häufungen von Unfällen. Die Statistik weist für diese Tage keine Abweichungen vom üblichen Unfallgeschehen auf. Dies bestätigt den Trend, dass der Freitag der 13. in Sachsen-Anhalt kein besonderes Risiko für Verkehrsteilnehmer darstellt.
Die Ergebnisse des Statistischen Landesamts liefern somit eine faktenbasierte Grundlage, die hilft, irrationale Ängste abzubauen. Sie zeigen, dass Verkehrssicherheit primär von verantwortungsvollem Verhalten, guten Straßenverhältnissen und angemessener Geschwindigkeit abhängt – nicht von abergläubischen Vorstellungen. Diese Erkenntnis ist wichtig, um die öffentliche Diskussion um Verkehrssicherheit auf sachliche Aspekte zu lenken und mögliche Panikreaktionen zu vermeiden.



