PFAS-Belastung in Sachsen-Anhalt: Trinkwasser nur minimal mit Ewigkeitschemikalien kontaminiert
PFAS in Sachsen-Anhalt: Trinkwasser kaum belastet

PFAS-Belastung in Sachsen-Anhalt: Trinkwasser nur minimal mit Ewigkeitschemikalien kontaminiert

Das Trinkwasser in Sachsen-Anhalt weist laut einem umfassenden landesweiten Monitoring nur äußerst geringe Konzentrationen der sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS auf. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) in seinem aktuellen Abschlussbericht zum PFAS-Monitoring mitteilte, werden in keinem Wasserversorgungsgebiet des Bundeslandes die geltenden Summengrenzwerte überschritten. Es wurden lediglich sehr niedrige Konzentrationen von Einzelsubstanzen beobachtet, die derzeit keine Hinweise auf eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit liefern.

Was sind PFAS und warum sind sie problematisch?

PFAS, die Abkürzung für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, sind synthetische Chemikalien, die seit den 1950er Jahren in Industrie und Haushalten eingesetzt werden. Aufgrund ihrer extremen Stabilität und Langlebigkeit werden sie auch als Ewigkeitschemikalien bezeichnet. Sie reichern sich in der Umwelt an und können so Lebensmittel sowie Trinkwasser verunreinigen. PFAS stehen im Verdacht, gesundheitsschädliche Wirkungen zu haben, darunter Leberschäden sowie Nieren- und Hodenkrebs.

Bundesweite Situation im Vergleich

Bundesweit zeigen Untersuchungen unterschiedliche Belastungsgrade mit PFAS. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wies in einer Analyse aus dem Jahr 2025 in 42 von 46 untersuchten Trinkwasserproben PFAS nach, wobei die geltenden Grenzwerte jedoch nicht überschritten wurden. In anderen Regionen, wie etwa in Niedersachsen, lagen die Werte aus Städten wie Goslar und Leer über der tolerablen Wochendosis, die ab Ende 2027 mit neuen Grenzwerten verbindlich wird. Dies unterstreicht die regionale Variabilität der Belastung.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Fazit und Ausblick

Das Landesamt für Verbraucherschutz hat die gesamte öffentliche Trinkwasserversorgung in Sachsen-Anhalt intensiv überwacht und kommt zu dem beruhigenden Ergebnis, dass keine akute Gesundheitsgefahr besteht. Dennoch bleibt die langfristige Überwachung dieser persistenten Stoffe entscheidend, um mögliche künftige Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration