Weiße Überraschung zu Ostern? Meteorologe schließt Schnee nicht aus
Der Frühling kündigt sich an, doch das Osterfest 2026 in Sachsen-Anhalt könnte noch eine winterliche Überraschung bereithalten. Da Ostersonntag auf den 5. April fällt, liegt das Fest relativ früh im Kalenderjahr. Dieser zeitige Termin sorgt dafür, dass das Wettergeschehen noch stark variieren kann. Verschiedene Wettermodelle zeigen erste Trends, doch verlässliche Prognosen sind derzeit noch schwierig zu treffen.
Drei mögliche Wetterszenarien für die Feiertage
In seiner aktuellen Wetter-Kolumne erläutert Meteorologe Dominik Jung drei denkbare Entwicklungen für die Osterfeiertage in Sachsen-Anhalt. Die wahrscheinlichste Variante ist eine milde und frühlingshafte Wetterlage mit Temperaturen bis zu 20 Grad Celsius. Bei diesem Szenario würde sich die Sonne dank eines stabilen Hochdruckeinflusses über Europa häufig zeigen. Diese Bedingungen wären ideal für die traditionelle Ostereiersuche im Freien. Die Wahrscheinlichkeit für diese milde Wetterlage liegt laut Jung derzeit bei etwa 45 Prozent.
Die zweite Möglichkeit ist ein typisch wechselhaftes Aprilwetter mit einem Tiefdruckgebiet über dem Atlantik. Dabei würden sich Sonne, Wolken und Regenschauer abwechseln, begleitet von einem frischen Wind. Die Temperaturen würden in diesem Fall maximal 16 Grad erreichen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 35 Prozent ist dieses regnerische Szenario ebenfalls nicht unwahrscheinlich.
Später Wintereinbruch bleibt möglich
Die dritte und spektakulärste Variante wäre ein erneuter Kälteeinbruch mit winterlichen Bedingungen. Solche späten Rückfälle sind nach Ansicht des Meteorologen durchaus möglich, wenn sich Hochdruckgebiete über dem Atlantik und Tiefdruckgebiete über Osteuropa aufbauen. In diesem Fall wären sogar Graupelschauer und Schneefall in höheren Lagen denkbar. Allerdings ist diese kurzzeitige Rückkehr des Winters mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 20 Prozent deutlich unwahrscheinlicher als die beiden anderen Wetterszenarien.
Warum Schnee im April möglich ist
Viele Menschen unterschätzen laut Dominik Jung, wie winterlich es auch noch Anfang April werden kann. Kaltluftvorstöße sind dann immer noch möglich, wenn der Temperaturunterschied zwischen der Arktis und den mittleren Breiten groß genug ist. Sollte sich dazu ein Hochdruckgebiet über dem Atlantik oder Skandinavien etablieren, könnte kalte Kontinentalluft nach Sachsen-Anhalt strömen. In diesem Fall wären neben starken Schauern auch Schneefall in tieferen Lagen denkbar.
Ein weißes Osterfest ist laut dem Wetterexperten zwar selten, aber nicht völlig ausgeschlossen. Die Statistiken zeigen, dass späte Kälterückfälle bis weit in den April hinein möglich sind. Die endgültige Wetterentwicklung wird sich jedoch erst in den kommenden Wochen konkretisieren.



