AfD fordert drastische Reduzierung sächsischer Asylunterkünfte bei sinkenden Bewerberzahlen
AfD will Asylheime in Sachsen massiv reduzieren

AfD drängt auf massive Verringerung sächsischer Asylunterkünfte

Die sächsische AfD fordert eine drastische Reduzierung der Unterkünfte für Asylbewerber im Freistaat. Hintergrund sind zahlreiche leerstehende Einrichtungen bei gleichzeitig stark rückläufigen Asylbewerberzahlen. AfD-Innenpolitiker Sebastian Wippel erklärte, Sachsen unterhalte eine Vielzahl von Asylheimen, von denen einige komplett leer stünden oder nur geringfügig belegt seien.

Leerstand in sächsischen Asylunterkünften

Wippel verwies auf konkrete Beispiele für den Leerstand. So sei die Leipziger Unterkunft Mockau II, die über 800 Plätze verfügt, derzeit nur mit acht Asylbewerbern belegt. Viele der Objekte würden im sogenannten Stand-by-Modus gehalten, um für einen möglichen künftigen Ansturm von Asylsuchenden gewappnet zu sein. Der AfD-Politiker betonte jedoch, dass Sachsen keine dreistellige Zahl an Asylheimen benötige.

Hohe Kosten bei sinkenden Bewerberzahlen

In einer Kleinen Anfrage im sächsischen Landtag hatte Wippel die Situation thematisiert. Das Innenministerium verwies in seiner Antwort auf die erheblichen Kosten der Unterbringung. Für das Jahr 2025 stehen knapp 104 Millionen Euro für die Einrichtungen der Erstaufnahme zu Buche. Diese Ausgaben stehen im Kontrast zu den stark gesunkenen Asylbewerberzahlen.

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Drastischer Rückgang der Asylbewerber

Die Zahl der Asylbewerber in Sachsen hat sich im vergangenen Jahr nahezu halbiert. Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen suchten in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 insgesamt 4.824 Menschen im Freistaat Asyl. Zum gleichen Zeitpunkt 2024 waren es noch 9.447 Asylsuchende. Im Jahr 2023 trafen im gleichen Zeitraum sogar noch 22.263 Geflüchtete ein.

Die AfD fordert daher, dass die sächsische Regierung alle nicht benötigten Asylunterkünfte schließen solle. Wippel argumentiert, dass die Einsparungen bei den Unterbringungskosten erheblich wären, während die Kapazitäten für einen eventuellen künftigen Ansturm durch andere Maßnahmen gesichert werden könnten.

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