Chemnitz gedenkt Bombardierung von 1945 mit Friedenstag und Demonstrationen
Chemnitz gedenkt Bombardierung 1945 mit Friedenstag

Chemnitz gedenkt der Bombardierung von 1945 mit bewegenden Veranstaltungen

Mit zahlreichen Veranstaltungen haben Hunderte Menschen in Chemnitz an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnert. Beim 25. Chemnitzer Friedenstag wurde der Bombardierung der Stadt am 5. März 1945 gedacht, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Der Tag begann mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer der Bombardierung auf dem städtischen Friedhof.

Würdevolles Gedenken mit politischer Prominenz

Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD), Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks (CDU) sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler erinnerten dort an die Bombennacht vor 81 Jahren. Die zentrale Veranstaltung fand am Abend auf dem Neumarkt unter dem Motto „Friedenstüchtig bleiben“ statt. Oberbürgermeister Schulze betonte in seiner Rede: „Der Blick in die Welt zeigt uns: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, Frieden ist zerbrechlich.“

Er erklärte weiter, dass Friedenstüchtig bedeute, entschieden für Toleranz, Demokratie, Dialog und Menschlichkeit einzutreten. Über den gesamten Tag hinweg gab es nach Angaben der Stadt zahlreiche Aktionen, darunter Informations- und Dialogangebote zivilgesellschaftlicher Initiativen, Lesungen, Musikbeiträge sowie Mitmachangebote für Familien.

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Vielfältiges Programm und Bürgerbeteiligung

Auf dem Neumarkt konnten Bürgerinnen und Bürger am Friedenskreuz ihre persönlichen Friedenswünsche formulieren und damit aktiv zum Gedenken beitragen. Parallel zu den offiziellen Gedenkveranstaltungen fanden mehrere Versammlungen im Stadtgebiet statt. Die Polizei meldete, dass sich Hunderte Menschen an der Kundgebung „Schulstreik gegen die Wehrpflicht - Geld für Bildung statt für Aufrüstung!“ am Karl-Marx-Monument beteiligten.

Ein anschließender Aufzug durch die Innenstadt zählte in der Spitze rund 400 Teilnehmer. Am Abend waren ein ökumenischer Friedensgottesdienst in der Stadtkirche St. Jakobi sowie das traditionelle Gedenkgeläut aller Chemnitzer Kirchen geplant, um den Tag würdevoll abzuschließen.

Die Veranstaltungen verdeutlichten, wie wichtig das Erinnern an die historischen Ereignisse für die Gegenwart bleibt. Die Kombination aus offiziellem Gedenken und zivilgesellschaftlichem Engagement zeigte die vielfältigen Formen der Friedensarbeit in der Stadt.

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