Gold-Countdown in Bannewitz: Gemeinde erwartet Schatz von 37.000 Euro
Gold-Countdown in Bannewitz: Gemeinde erwartet Schatz

Gold-Countdown in Bannewitz: Gemeinde erwartet Schatz von 37.000 Euro

In der sächsischen Gemeinde Bannewitz im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge läuft ein spannender Countdown. Wenn sich bis zum 17. April 2026 kein Eigentümer für zehn gefundene Goldbarren meldet, geht der wertvolle Schatz im geschätzten Ankaufswert von rund 37.000 Euro an die beschauliche Kommune mit ihren knapp 11.000 Einwohnern. Die außergewöhnliche Entdeckung sorgt seit Monaten für Aufsehen und zahlreiche Spekulationen.

Rasenmähen mit goldenem Nebeneffekt

Vor sechs Monaten machte ein Mitarbeiter des örtlichen Abwasserbetriebes während seiner regulären Arbeitszeit einen überraschenden Fund. Beim Rasenmähen auf einer Gemeindewiese entdeckte er zunächst acht Goldbarren im Gras verstreut. Nachdem Bürgermeister Heiko Wersig (43, parteilos) informiert worden war, schickte dieser umgehend das Ordnungsamt zum Fundort, wo zwei weitere Barren gefunden wurden.

Jeder der Barren wiegt genau eine Unze und besteht aus 999,9 Feingold. Die ungewöhnliche Verteilung der wertvollen Stücke ließ den Bürgermeister vermuten: „Es sah aus wie ein Fächerwurf, so wie das Gold verteilt war – möglicherweise geschah es aus dem Fenster eines Autos.“ Ein krimineller Hintergrund wurde zunächst nicht ausgeschlossen.

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Polizeiliche Ermittlungen und kurioser Hinweise

Die Gemeinde übergab den gesamten Goldschatz umgehend der Polizei zur weiteren Untersuchung. Polizeisprecher Markos Laske (52) erklärte dazu: „Es wurde geprüft, ob das Gold einer Straftat zuzuordnen war. Dies war nicht der Fall.“ Die Beamten gingen mehr als einem Dutzend privater Hinweisen nach, doch kein Eigentümer konnte zweifelsfrei identifiziert werden.

Die Bandbreite der Meldungen war dabei bemerkenswert. Ein angeblicher Eigentümer meldete sich sogar aus dem rund 500 Kilometer entfernten Hamburg. „Ein anderer behauptete bei einem Drohnen-Überflug, das Gold verloren zu haben“, berichtete Bürgermeister Wersig. Selbst das Opfer eines Enkeltrick-Betruges meldete sich in der Hoffnung auf Rückerstattung. Doch alle eingeschweißten Barren sind mit individuellen Nummern versehen, was eine eindeutige Zuordnung ermöglicht hätte – die jedoch ausblieb.

Fundrecht begünstigt die Gemeinde

Nach deutschem Fundrecht geht der Schatz an die Gemeinde, wenn sich innerhalb der gesetzlichen Frist kein rechtmäßiger Eigentümer meldet. Bürgermeister Wersig zeigt sich gelassen: „Wir haben Null-Problem, wenn sich der rechtmäßige Eigentümer in den letzten Tagen noch meldet. Doch anschließend geht das Gold nach Fundrecht an die Gemeinde über.“

Eine besondere Regelung betrifft den ursprünglichen Finder. Da der Gemeindemitarbeiter den Schatz während seiner Arbeitszeit auf einem Gemeindegrundstück entdeckte, wurde vereinbart, dass der Fund an Bannewitz geht. „Aber wir werden uns bei unserem ehrlichen Kollegen selbstverständlich erkenntlich zeigen“, verspricht der Bürgermeister.

Gold für die Gemeinschaft

Für den Fall, dass sich bis zum Stichtag am 17. April 2026 tatsächlich kein Eigentümer meldet, hat Bürgermeister Wersig bereits konkrete Pläne für die Verwendung des Golderlöses. „Wir möchten ihn unter unseren Vereinen aufteilen“, erklärt er. Davon profitieren sollen Sport- und Musikvereine sowie Seniorengruppen in allen zwölf Ortsteilen der Gemeinde.

Der Fundort am Regenrückhaltebecken lockte zwischenzeitlich sogar Schatzsucher mit Metalldetektoren an, die jedoch vergeblich nach weiteren Goldbarren suchten. Für die Gemeinde Bannewitz südlich von Dresden könnte der unerwartete Goldfund jedoch zu einer kleinen finanziellen Unterstützung werden, die das Gemeindeleben bereichert – vorausgesetzt, der Countdown läuft tatsächlich ohne Eigentümermeldung ab.

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