Linke drängen auf Einstufung der AfD-Jugendorganisation in Sachsen als rechtsextrem
Die Linken im Sächsischen Landtag haben eine zügige Einstufung der neuen AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland in Sachsen als rechtsextremistische Bestrebung gefordert. Die Abgeordnete Juliane Nagel betonte, dass die Vorläuferorganisation Junge Alternative mit etwa 200 Mitgliedern bis zuletzt unter Beobachtung stand. Der sächsische Landesverband der Generation Deutschland hatte sich Anfang Februar in Chemnitz gegründet, was die Debatte über rechtsextreme Tendenzen in der AfD erneut anfachte.
Behörde dokumentiert Kontakte der AfD zu extremistischen Organisationen
In einer parlamentarischen Anfrage erkundigte sich Nagel nach Aktivitäten der AfD im Jahr 2025. Das Innenministerium verwies in seiner Antwort auf mehrere besorgniserregende Vorfälle:
- Einzelne AfD-Funktionäre traten in einem Musikvideo des rechtsextremistischen Labels NDS-Records auf.
- Es kam vereinzelt zur Teilnahme von AfD-Mitgliedern an Veranstaltungen der Partei Freie Sachsen, die wie der sächsische AfD-Landesverband vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird.
- In Städten wie Eilenburg, Leipzig und Zittau bildeten Vertreter beider Parteien gemeinsame Stadtratsfraktionen.
Darüber hinaus führte das Ministerium eine Kooperation der AfD Sachsen mit dem rechtsextremistischen Compact-Magazin an. Der AfD-Kreisverband Landkreis Leipzig plante im September eine Solidaritätskundgebung für inhaftierte Mitglieder der mutmaßlich rechtsterroristischen Gruppierung Sächsische Separatisten. Diese Kundgebung wurde auf Betreiben des AfD-Landesvorstandes abgesagt. Zudem bewarben AfD-Mitglieder extremistische Organisationen wie die Identitäre Bewegung Deutschland oder Sachsengarde.
Diese Vorfälle unterstreichen die Forderungen der Linken nach einer schnellen und konsequenten Einstufung der AfD-Jugendorganisation. Die Debatte um rechtsextreme Verbindungen in Sachsen bleibt damit ein zentrales Thema in der Landespolitik, mit potenziellen Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und den demokratischen Diskurs.



