Sächsische Ministerin mahnt stärkere Bundespräsenz in der Lausitz an
Die sächsische Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) hat die Bundesregierung aufgefordert, sich deutlich stärker beim Strukturwandel in der Lausitz zu engagieren. In einem aktuellen Interview mit MDR Aktuell kritisierte die Politikerin die mangelnde Präsenz von verantwortlichen Spitzenführungskräften des Bundes in der Region.
Kritik an mangelndem Engagement des Bundes
Kraushaar betonte, dass sie die für den Strukturwandel zuständigen Bundesvertreter nur selten in Sachsen antreffe. „Ich sehe nicht so oft die für den Strukturwandel auch verantwortlichen Spitzenführungskräfte im Bund hier bei uns im Land“, erklärte die CDU-Politikerin deutlich. Diese Aussage unterstreicht ihre Forderung nach einer intensiveren Begleitung des Transformationsprozesses durch die Bundesebene.
Langwieriger Prozess des Kohleausstiegs
Die Ministerin verwies zudem auf die Komplexität des Braunkohleausstiegs, der sich als jahrelanger Prozess darstelle. „Dass in der Lausitz alles super läuft, kann man schon deswegen nicht sagen, weil wir ganz, ganz viele von den Projekten ja noch gar nicht umgesetzt haben“, so Kraushaar. Diese Einschätzung verdeutlicht die Herausforderungen, die mit der strukturellen Umgestaltung der Region verbunden sind.
Konkrete Infrastrukturprojekte im Fokus
Bereits zuvor hatte Kraushaar den Bundestag zu einer zügigen Befassung mit dem Neubau der Bahnstrecke von Dresden nach Prag aufgefordert. Dieses wichtige Verkehrsprojekt soll die Reisezeit zwischen beiden Metropolen von derzeit zweieinhalb Stunden auf nur eine Stunde reduzieren. Die Ministerin betont damit die Notwendigkeit konkreter Infrastrukturmaßnahmen für eine erfolgreiche Regionalentwicklung.
Die Forderungen der sächsischen Infrastrukturministerin zeigen deutlich, dass der Strukturwandel in der Lausitz weiterhin besonderer Aufmerksamkeit und Unterstützung bedarf. Sowohl die Präsenz von Bundesvertretern vor Ort als auch die Umsetzung konkreter Projekte bleiben entscheidende Faktoren für den Erfolg der Transformation in der Region.



