Sachsen-Anhalt will Intel-Fläche in Magdeburg zügig zurückkaufen
Sachsen-Anhalt will Intel-Fläche schnell zurückkaufen

Sachsen-Anhalt verhandelt über Rückkauf der Intel-Fläche in Magdeburg

Nach dem endgültigen Rückzug des US-Chipherstellers Intel aus seinen Plänen für eine Fabrik in Magdeburg setzt das Land Sachsen-Anhalt auf einen zeitnahen Rückkauf der vorgesehenen Industriefläche. Finanzminister Michael Richter (CDU) betonte in Magdeburg, dass die Stadt über ein Vorkaufsrecht verfügt und derzeit intensive Gespräche mit der Kommune sowie mit Intel selbst geführt werden. „Intel erwartet auch relativ zügige Verhandlungen“, erklärte Richter und unterstrich die Dringlichkeit der Angelegenheit.

Parallel laufen Verhandlungen mit FMC für KI-Chip-Produktion

Während die Rückkaufsverhandlungen voranschreiten, werden gleichzeitig Gespräche mit einem anderen Unternehmen intensiviert: Der Chip-Hersteller FMC (Ferroelectric Memory Company) plant, auf dem Gelände Chips für KI-Rechenzentren zu produzieren. Das 2016 gegründete Unternehmen, das aus dem Umfeld der Technischen Universität Dresden entstanden ist und unter anderem von Bosch, Air Liquide und Merck unterstützt wird, würde mit Magdeburg seine erste Chipfabrik in Deutschland errichten.

Die dafür vorgesehene Fläche umfasst etwa 100 Hektar innerhalb des insgesamt rund 1.100 Hektar großen Hightech-Parks. Mit dem Bund und der EU laufen derzeit Verhandlungen über mögliche Förderungen für dieses Vorhaben. Finanzminister Richter äußerte die Hoffnung, dass die Finanzierungsfragen bis zum Sommer geklärt sein werden, wollte jedoch keine weiteren Details zu den laufenden Gesprächen mit FMC preisgeben.

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Erschließung des Hightech-Parks wird vorangetrieben

Parallel zu den Investorengesprächen wird die infrastrukturelle Erschließung des Hightech-Parks in Magdeburg mit Hochdruck vorangetrieben. „Strom ist ein Riesenthema“, betonte Finanzminister Richter und verwies darauf, dass in den nächsten zwei Jahren die wichtigsten Voraussetzungen für die Versorgung mit Strom und Wasser geschaffen werden sollen. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um den Standort für potenzielle Investoren attraktiv zu machen.

Weitere Investoren zeigen Interesse an Ansiedlung

Neben FMC gibt es laut Richter auch weitere Unternehmen, die Interesse an einer Ansiedlung in Magdeburg bekundet haben. „Es gibt auch andere Anfragen“, sagte der Finanzminister, ohne konkrete Namen zu nennen. Dieses Interesse beschränkt sich nicht nur auf den Norden Sachsen-Anhalts, sondern erstreckt sich auch auf den Süden des Landes, wo der Strukturwandel im Zuge des Braunkohleausstiegs voranschreitet.

Wirtschaftsstaatssekretärin Stefanie Pötzsch zeigte sich zuversichtlich, dass die geschaffenen Industrieflächen besetzt werden können. „Wir schaffen Infrastruktur“, erklärte sie und fügte hinzu: „Ich bin sehr sicher, dass man die Industrieflächen auch besetzt bekommt. Die Anfragen sind da.“ Zu den interessierten Branchen zählen unter anderem der Maschinenbau, die Chemieindustrie und Unternehmen aus der Halbleiter-Wertschöpfungskette.

Die Bemühungen des Landes konzentrieren sich somit auf eine doppelte Strategie: Einerseits den zügigen Rückkauf der Intel-Fläche, andererseits die aktive Anwerbung und infrastrukturelle Vorbereitung für neue High-Tech-Investoren, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Region nachhaltig zu stärken.

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