Sachsen stoppt 44 Lieferungen gefälschter Lebensmittel mit Arzneiwirkstoffen
Sachsen stoppt 44 Lieferungen gefälschter Lebensmittel

Sachsen stoppt 44 Lieferungen gefälschter Lebensmittel mit Arzneiwirkstoffen

Im Freistaat Sachsen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 44 Lieferungen von vermeintlichen Lebensmitteln als gefälschte Arzneimittel eingestuft und sichergestellt. Dies teilte die Landesdirektion Sachsen (LDS) in einer aktuellen Mitteilung mit. Die betroffenen Produkte umfassten unter anderem Honig, Kräuterpasten und Trinkschokoladen, die illegal mit gesundheitsschädlichen Substanzen versetzt worden waren.

Potenzmittel und Appetitzügler in Lebensmitteln entdeckt

Bei den Untersuchungen stellten die Behörden fest, dass in 29 Fällen Potenzmittel und in 15 Fällen Appetitzügler in den Lebensmitteln enthalten waren. Diese Arzneiwirkstoffe sind in Deutschland streng reguliert und unterliegen einer Zulassungs- sowie Verschreibungspflicht. Sie dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden, um Risiken für die Verbrauchergesundheit zu minimieren.

LDS-Präsident Béla Bélafi betonte: „Gemeinsam mit dem Hauptzollamt Dresden haben wir die Verbraucher vor Lebensmitteln geschützt, die illegal mit Arzneiwirkstoffen versetzt wurden. Diese Produkte können erhebliche gesundheitliche Schäden hervorrufen, da sie nicht den erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen.“

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Kontrollverfahren und rechtliche Konsequenzen

Verdächtige Lebensmittellieferungen aus Nicht-EU-Ländern werden zunächst von Beamten des Hauptzollamtes Dresden identifiziert und beschlagnahmt. Anschließend übernehmen speziell geschulte Apotheker der Landesdirektion Sachsen die detaillierte Prüfung und Einordnung der Produkte. Bei Bedarf werden externe Labore mit weiteren Untersuchungen beauftragt.

Wenn die Analysen nicht deklarierte, gesundheitsschädliche Substanzen wie Potenzmittel oder Appetitzügler nachweisen, werden die Lebensmittel als gefälschte Arzneimittel eingestuft und endgültig sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft prüft dann, ob ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Arzneimittel- und Lebensmittelrecht eingeleitet wird.

Risiken für Verbraucher und Präventionsmaßnahmen

Der Verzehr solcher manipulierter Lebensmittel birgt erhebliche Gesundheitsgefahren. Unkontrollierte Einnahmen von Potenzmitteln können zu Herz-Kreislauf-Problemen, Blutdruckstörungen und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Appetitzügler können hingegen Stoffwechselstörungen, Abhängigkeiten und psychische Beeinträchtigungen verursachen.

Die Landesdirektion Sachsen und das Hauptzollamt Dresden setzen ihre Kontrollen fort, um ähnliche Fälle frühzeitig zu erkennen und die Bevölkerung vor gefälschten Produkten zu schützen. Verbrauchern wird geraten, Lebensmittel ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen zu beziehen und bei ungewöhnlichen Geschmacks- oder Wirkungsveränderungen besondere Vorsicht walten zu lassen.

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