Sachsen schnürt Zukunftspaket für Wirtschaft und Handwerk: Bürokratieabbau und Meisterbonus im Fokus
Sachsens Zukunftspaket: Wirtschaft und Handwerk stärken

Sachsen schnürt umfassendes Zukunftspaket für Wirtschaft und Handwerk

In der Politik sind Maßnahmenpakete längst zur gängigen Praxis geworden. Ob Finanzpakete, Rentenpakete oder andere Unterstützungsprogramme – die Palette ist vielfältig. Für die sächsische Wirtschaft hat Wirtschaftsminister Dirk Panter nun ein spezielles Zukunftspaket I vorgestellt, das konkrete Impulse setzen soll.

Wirtschaftliche Stagnation erfordert entschlossenes Handeln

Die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen hat in den vergangenen Jahren deutlich an Schwung verloren, wie Panter betonte. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zeigt keinen positiven Trend, und die Arbeitslosenquote bewegt sich im Bereich von sieben Prozent. Manche sind der Meinung, wir befinden uns schon in einem Sturm, so der Minister, aber nicht alles ist schlecht.

Statt auf Bund und EU zu warten, will Sachsen selbst aktiv werden. Wir schauen, was wir in Sachsen tun können, erklärte Panter. Der Freistaat sei ein starker Wirtschaftsstandort, doch die aktuellen Zeiten seien wirtschaftlich schwierig. Daher sei die oberste Aufgabe, Wertschöpfung und Beschäftigung in Sachsen zu halten und zu stärken.

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Bürokratieabbau und Vereinfachungen stehen im Mittelpunkt

Ein zentraler Bestandteil des Zukunftspakets ist der Abbau überflüssiger Vorschriften. Jeder Stein soll umgedreht werden, versprach der Minister. Konkret plant Sachsen:

  • Vereinfachungen beim Bund-Länder-Programm GRW (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“)
  • Verschlankung des sächsischen Teils und Vereinfachung des Fördervollzugs
  • Verzicht auf zusätzliche sächsische Sonderregelungen – Goldplating ist in Sachsen Geschichte

Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Durch die vorfristige Vernichtung von Projektakten aus dem EU-Strukturfonds ESF, insgesamt knapp 1,4 Kilometer laufende Meter, spart der Freistaat mindestens 150.000 Euro für die weitere Aufbewahrung.

Stärkung des Handwerks und schnellere Firmengründungen

Um das Handwerk zu fördern, soll der Bonus für alle Meisterabschlüsse ab 2026 von bisher 2.000 Euro auf 3.000 Euro steigen. Dies verursacht in diesem Jahr Mehrkosten von knapp einer Million Euro. Die Maßnahme ist dringend notwendig, denn in Sachsen sind fast 40 Prozent der eingetragenen Betriebsinhaber über 55 Jahre alt. Rund 19.000 Betriebe müssen in den kommenden zehn Jahren übergeben werden.

Firmengründungen sollen dank Digitalisierung künftig binnen 24 Stunden möglich sein. Bislang dauern Genehmigungsverfahren im Schnitt zwischen vier und sechs Wochen. Diese Beschleunigung soll insbesondere den Mittelstand und Neugründungen zugutekommen.

Das Zukunftspaket ist nur der Anfang

Wirtschaftsminister Panter machte deutlich, dass das vorgestellte Paket nur der erste Schritt ist. Weitere Maßnahmen werden folgen, um die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen nachhaltig zu stärken. Das Ziel bleibt klar: Den Wirtschaftsstandort Sachsen zukunftsfest machen und neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte schaffen.

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