Wanderer stürzt 15 Meter in die Tiefe bei Versuch, sein Handy an der Bastei zu retten
Wanderer stürzt 15 Meter tief bei Handy-Rettungsversuch

Gefährlicher Absturz in der Sächsischen Schweiz: Wanderer will Handy retten

Ein gefährlicher Leichtsinn führte am Mittwochnachmittag an der weltberühmten Bastei in der Sächsischen Schweiz zu einem dramatischen Unfall. Ein 39-jähriger Wanderer stürzte bei dem Versuch, sein in die Tiefe gefallenes Smartphone zu bergen, etwa 15 Meter in eine Schlucht. Der Mann wurde schwer verletzt und musste von der Bergwacht in einer aufwendigen Rettungsaktion per Hubschrauber geborgen werden.

Der Unfallhergang an der Basteibrücke

Der 39-Jährige war gemeinsam mit drei Begleitern auf einer Wanderung im Kurort Rathen in Sachsen unterwegs. Das Quartett genoss die Aussicht von der Basteibrücke über die markanten Felsen, gegenüber dem bekannten Kletterfelsen Jahrhundertturm. Plötzlich rutschte dem Mann sein Mobiltelefon – nach Informationen ein Xiaomi Redmi im Wert von etwa 150 Euro – aus den Händen und den steilen Abhang hinab.

Ohne lange zu zögern, kletterte der Handy-Besitzer über die Absperrung der Brücke, um das Gerät zurückzuholen. Vorsichtig versuchte er zunächst, den steilen, nassen und grasbewachsenen Hang hinabzusteigen. Doch dann rutschte er ab und stürzte über gefährliche Felsvorsprünge etwa 15 Meter in die Tiefe. Er landete in der sogenannten „Mardertelle“, einer Scharte am Rudolf-Holtz-Turm, wo er schwer verletzt liegen blieb.

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Einsatz von Bergwacht, DRK und Polizei

Die Begleiter des Verunglückten setzten umgehend den Notruf ab. Bergwacht, Deutsches Rotes Kreuz und Polizei eilten zur Absturzstelle. Helfer stiegen zu dem schwer verletzten, aber noch ansprechbaren Mann ab und versorgten ihn erstversorgend. Parallel dazu startete ein Rettungshubschrauber, um die Bergung aus der schwer zugänglichen Schlucht zu unterstützen.

Luftretter und ein Notarzt wurden zu dem Abgestürzten herabgelassen. In einer technisch anspruchsvollen Aktion wurde der Verletzte zwischen Baumkronen hindurch in eine Trage gezogen, an Bord des Hubschraubers geholt und anschließend in eine Klinik geflogen. Sein Zustand wurde als schwer, aber stabil beschrieben.

Das Handy wurde ebenfalls geborgen

Interessanterweise wurde im Zuge der Rettungsaktion auch das 150-Euro-Smartphone des Wanderers geborgen. Ob das Gerät nach dem Sturz noch einwandfrei funktioniert, ist jedoch nicht bekannt. Die Bergwacht betonte, dass der Unfall ein deutliches Beispiel für die Gefahren leichtsinnigen Verhaltens in steilem Gelände ist und warnte davor, Absperrungen zu überklettern.

Die Sächsische Schweiz mit ihrer beeindruckenden Felslandschaft zieht jährlich zahlreiche Wanderer und Kletterer an. Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung von Vorsicht und Respekt vor den natürlichen Gefahren in solchen Regionen. Die Bergrettungskräfte zeigten einmal mehr ihre Professionalität bei der Bewältigung solcher Notfälle.

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