Alba Berlin feiert frühen Viertelfinaleinzug in der Champions League
Trotz eines engen Spielplans und einer herausfordernden Phase hat Alba Berlin mit einem Heimsieg gegen Tofas Bursa vorzeitig das Viertelfinale der Champions League gesichert. Der 69:60-Erfolg am Dienstagabend markierte den vierten Auftritt des Teams in nur neun Tagen und wurde von den Spielern als besondere Leistung gewürdigt.
Ein Sieg, der nicht selbstverständlich ist
Nach dem Spiel äußerte sich Kapitän Jonas Mattisseck stolz über den Erfolg. „Wir sind supersuperstolz. Nach den Wochen, die wir jetzt hatten, war es ein Spiel, was wirklich schwer zu gewinnen ist. Das ist nicht selbstverständlich“, sagte er. Sportdirektor Himar Ojeda hob die mentale Stärke der Mannschaft hervor, besonders angesichts der Erwartungen als ehemaliges Euroleague-Team und eines reduzierten Kaders.
Der enge Spielplan stellt die Spieler an ihre Grenzen. Mattisseck beschrieb die Anstrengung: „Jeder hat das letzte bisschen Energie rausgeholt. Morgen liegen wir alle im Bett und bewegen uns nicht.“ Dennoch konnte Alba Berlin in den letzten neun Partien acht Siege einfahren, was auf eine robuste Teammentalität hinweist.
Charakterstarke Wende im Spiel
Wie bereits in dieser Saison öfter beobachtet, drehte Alba Berlin das Spiel gegen Bursa nach einem schwachen Start in der zweiten Hälfte. Ojeda lobte diese Eigenschaft: „Das Team zeigt Charakter, Glauben, Selbstbewusstsein und Zusammenhalt. Das ist gut zu sehen und diese Mentalität ist vielleicht wertvoller als ein Spiel von Beginn an zu leiten.“ Diese Fähigkeit, unter Druck zu reagieren, hat sich als entscheidender Faktor erwiesen.
Aussichten auf den Gruppensieg
Obwohl das Viertelfinale bereits sicher ist, bleiben für Alba Berlin noch zwei Gruppenspiele in der Champions League aus. Die Begegnungen mit den griechischen Teams AEK Athen und Karditsa Iaponiki entscheiden über den Gruppensieg. Dieser würde im Viertelfinale in einer Best-of-Three-Serie den Heimvorteil im möglichen Entscheidungsspiel bringen.
Um Gruppensieger zu werden, müsste Alba Berlin beide verbleibenden Partien gewinnen und den direkten Vergleich mit Tabellenführer AEK für sich entscheiden. Das Hinspiel in Athen ging mit 80:88 verloren. Ojeda äußerte sich realistisch: „Das wird schwierig. Denn AEK ist der Favorit, sie haben die Erfahrung. Aber wir werden es versuchen.“ Die Herausforderung bleibt groß, doch das Team zeigt sich zuversichtlich.



