Bayern-Basketballer erleiden erneutes Pokal-Debakel im eigenen SAP Garden
In einer spektakulären und für viele überraschenden Partie haben die Bayern-Basketballer von Trainer Svetislav Pesic erneut das Finale um den Pokal der Basketball-Bundesliga verpasst. Der große Favorit und deutsche Meister unterlag im heimischen SAP Garden den BMA 365 Bamberg Baskets nach einer packenden Verlängerung mit 97:103 (83:83, 36:34). Damit wiederholt sich für die Münchner das bittere Vorjahresergebnis, als sie ebenfalls im Halbfinale gescheitert waren.
Hainer fordert Wiedergutmachung – doch Bayern bleiben ohne Rhythmus
Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte vor dem Spiel im Streamingdienst Dyn deutlich gemacht, dass das Vorjahresaus eine „Riesenenttäuschung“ gewesen sei, die es an diesem Wochenende zu „reparieren“ gelte. Die Verantwortlichen hatten den Pokal-Titel als klares Saisonziel formuliert und sogar erreicht, dass die Endrunde trotz ursprünglicher Vergabe nach Düsseldorf in München stattfand.
Doch von Beginn an taten sich die Bayern trotz des Heimvorteils schwer. Beim Team von Trainer-Veteran Svetislav Pesic wollte kein konstanter Rhythmus aufkommen. Zwar funktionierte die Defensive des deutschen Meisters zunächst, sodass die Gastgeber zur Pause mit zwei Punkten vorne lagen (36:34). Nach dem Seitenwechsel schien es kurzzeitig, als würden die Münchner die Partie in den Griff bekommen und zogen auf sieben Punkte davon.
Bamberg zeigt Nervenstärke und erzwingt die Verlängerung
Doch die Franken um Trainer Anton Gavel ließen sich nicht abschütteln. Sie schafften nicht nur den Ausgleich, sondern lagen vor dem letzten Viertel sogar knapp in Führung (54:53). Auch im Schlussabschnitt blieb es spannend, ehe Andreas Obst mit sieben Punkten in Serie die Bayern scheinbar auf die Siegerstraße brachte. Doch Bamberg kam erneut zurück und führte zwei Minuten vor dem Ende mit sechs Punkten (80:74).
Die Bayern retteten sich zwar noch einmal in die Verlängerung, wo beide Teams einen Dreipunktwurf nach dem anderen verwandelten. Doch in den entscheidenden Momenten blieb Bamberg stabiler und schaffte die große Überraschung. Bester Werfer bei den Franken war Ibi Watson mit 24 Punkten, bei den Bayern kam Nenad Dimitrijevic ebenfalls auf 24 Zähler.
Ausblick auf das Pokal-Finale und die Folgen für München
Im zweiten Halbfinale treffen Alba Berlin und die EWE Baskets Oldenburg aufeinander. Das Endspiel findet am Sonntag um 16.30 Uhr statt und wird auf Dyn und BR übertragen. Für die Bayern bedeutet das erneute Aus im Halbfinale, dass der erste Titel der Saison bereits frühzeitig nicht mehr möglich ist. Die Enttäuschung in München ist groß, nachdem man alles darauf ausgerichtet hatte, den Pokal in der eigenen Halle zu gewinnen.
Die Bamberger Basketballer hingegen feiern einen bemerkenswerten Erfolg und haben sich damit für das Finale qualifiziert. Die Mannschaft von Anton Gavel zeigte über die gesamte Spielzeit hinweg eine beeindruckende Nervenstärke und ließ sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen.



