Niners Chemnitz erkämpfen dramatischen Doppelverlängerungssieg gegen Heidelberg
Die Basketballer der Niners Chemnitz haben in der Basketball-Bundesliga einen äußerst hart erkämpften Heimsieg gefeiert. Das Team von Trainer Rodrigo Pastore setzte sich am Mittwochabend nach zweimaliger Verlängerung gegen den Tabellenvorletzten MLP Academics Heidelberg mit 99:96 (74:74, 34:34) durch und feierte damit den dritten Sieg in Folge.
Chemnitzer rücken näher an die Playoff-Plätze heran
Vor 4.342 Zuschauern in der Chemnitzer Arena gelang den Niners ein wichtiger Erfolg im Kampf um die Playoff-Plätze. Mit nunmehr 20:22 Punkten verbesserten sich die Sachsen auf Rang zehn der Tabelle und positionieren sich damit deutlich besser für die entscheidende Phase der Saison. Nike Sibande war mit 18 Punkten der beste Werfer der Gastgeber, doch die eigentliche Entscheidung fiel erst in den letzten Sekunden der zweiten Verlängerung.
Schwieriger Spielbeginn und spannende Schlussphase
Die Chemnitzer taten sich zu Beginn des Spiels erheblich schwer, da sie den Ball im Angriff zu langsam bewegten und nicht in ihren gewohnten Wurfrhythmus fanden. Dies nutzten die Gäste aus Heidelberg geschickt aus und konnten sich Mitte des zweiten Viertels erstmals mit 29:22 absetzen. Dieser Rückstand wirkte jedoch wie ein Weckruf für die Niners, die bis zur Halbzeitpause den Ausgleich erzielten.
Auch nach der Pause mangelte es den Chemnitzern an der nötigen Konstanz. Zwar behaupteten sie über weite Strecken eine knappe Führung, konnten sich aber kein entscheidendes Punktepolster erspielen. Erst 15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit erzwang Heidelbergs Eric Reed mit einem wichtigen Treffer den 74:74-Ausgleich und sorgte damit für die erste Verlängerung.
Davis Jr. wird zum Matchwinner in letzter Sekunde
In der hektischen ersten Verlängerung fiel noch keine Entscheidung, sodass das Spiel in eine zweite Verlängerung ging. Hier avancierte schließlich Corey Davis Jr. zum entscheidenden Matchwinner der Niners. Nur 2,2 Sekunden vor dem endgültigen Schlusspfiff verwandelte der US-amerikanische Aufbauspieler einen Dreipunktewurf und einen zusätzlichen Freiwurf zum endgültigen 99:96-Sieg für Chemnitz.
Dieser hart erkämpfte Erfolg unterstreicht die mentale Stärke der Chemnitzer Mannschaft, die auch in schwierigen Spielsituationen die Nerven behält. Trainer Rodrigo Pastore kann mit der Reaktion seiner Spieler auf den frühen Rückstand und ihrer Durchsetzungsfähigkeit in den entscheidenden Momenten zufrieden sein.



