Deutscher Basketballer Eric Reibe erreicht mit UConn das Final Four der March Madness
Das deutsche Basketball-Talent Eric Reibe hat als nächster deutscher Spieler das prestigeträchtige Final Four der March Madness erreicht. Der U19-Vizeweltmeister rang mit den UConn Huskies den Titelfavoriten Duke Blue Devils in der Nacht zum Montag im Viertelfinale auf spektakuläre Weise mit 73:72 nieder. Damit greift Reibe beim Showdown der besten vier College-Teams am Osterwochenende in Indianapolis nach dem begehrten Meistertitel.
Enge Entscheidung gegen Duke Blue Devils
Das Spiel gegen Duke entwickelte sich zu einem echten Basketball-Drama. Eric Reibe kam in diesem wichtigen Viertelfinale in sieben Minuten von der Bank und erzielte zwei Punkte, einen Rebound sowie einen Assist. Sein deutscher Mitspieler Dwayne Koroma wurde in dieser Partie nicht eingesetzt. Die Entscheidung fiel erst in den letzten Sekunden: Nur 0,4 Sekunden vor Schluss versenkte Braylon Mullins einen Dreier aus über zehn Metern Entfernung zum knappen 73:72-Sieg. Damit schalteten die Huskies die favorisierten Blue Devils um Cameron Boozer aus, der als potenzieller Top-Pick im anstehenden NBA-Draft gilt.
Spannende Halbfinal-Paarungen stehen fest
Im Halbfinale in der Nacht zum Ostersonntag treffen Reibe und seine UConn Huskies nun auf die Illinois Fighting Illini. In der zweiten Partie der Vorschlussrunde bekommen es Ivan Kharchenkov, U18-Europameister von 2024, und die Arizona Wildcats mit den Michigan Wolverines zu tun. Die Wolverines setzten sich zuvor mit einem deutlichen 95:62 gegen die Tennessee Volunteers durch. Der deutsche Spieler Malick Kordel kam in dieser Begegnung erneut nicht zum Einsatz.
Deutsche Erfolgsgeschichte im College-Basketball
Die deutsche Tradition bei den March Madness-Titeln reicht weit zurück. Zuletzt gewann Weltmeister Niels Giffey vor zwölf Jahren an der Seite seines deutschen Mitspielers Leon Tolksdorf mit UConn den Meistertitel. Giffey hatte diesen Erfolg bereits 2011 gemeinsam mit Enosch Wolf gefeiert. Weitere deutsche College-Champions sind der 1993er-Europameister und spätere Bundestrainer Henrik Rödl (North Carolina Tar Heels/1993), Christian Ast (Duke Blue Devils/1991 und 1992) sowie Magnus Pelkowski (Indiana Hoosiers/1987).
Die March Madness, das K.-o.-Turnier um den College-Titel, zählt zu den absoluten Sporthöhepunkten im US-Kalender. Millionen begeisterte Fans verfolgen die Spiele in den prall gefüllten Hallen und vor den Fernsehbildschirmen. Insgesamt waren zu Beginn des Turniers 64 Teams an den Start gegangen, die sich in einem spannenden Ausscheidungswettbewerb messen.



