NBA: Giannis Antetokounmpo lässt Zukunft bei Milwaukee Bucks offen und kritisiert Kommunikation
Giannis: Zukunft bei Bucks offen, Kommunikation kritisiert

NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo stellt Zukunft bei Milwaukee Bucks in Frage

Nach dem enttäuschenden Saisonaus der Milwaukee Bucks hat Giannis Antetokounmpo für erhebliche Unruhe in der Basketball-Welt gesorgt. Der zweimalige Most Valuable Player ließ in einer emotionalen Pressekonferenz offen, ob er je wieder im Trikot der Franchise auflaufen wird, für die er seit nunmehr 13 NBA-Saisons spielt.

Vielsagende Antworten und ein klares Ultimatum der Besitzer

Auf die direkte Frage, ob das 106:126 bei den Philadelphia 76ers sein letztes Spiel für die Bucks gewesen sei, antwortete der Forward mit bedenklichen Worten: „Das ist eine sehr gute Frage. Ich weiß es nicht. Es liegt nicht an mir. Wir werden sehen.“ Gleichzeitig schloss der 31-Jährige eine Vertragsverlängerung im kommenden Herbst nicht kategorisch aus – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass ihm überhaupt ein entsprechendes Angebot unterbreitet wird.

Die Besitzverhältnisse haben indes bereits eine klare Marschroute vorgegeben. Co-Owner Wes Edens betonte gegenüber ESPN unmissverständlich, dass Antetokounmpo entweder einen neuen Vertrag unterschreiben oder getradet werden wird. Man wolle den Superstar keinesfalls in sein letztes Vertragsjahr gehen lassen. Diese Position wird auch von zahlreichen anderen Medienberichten gestützt, die übereinstimmend von diesem Ultimatum berichten.

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Antetokounmpo kritisiert fehlende Kommunikation und Respektlosigkeit

Der griechische Nationalspieler wirkte nach dem finalen Saisonspiel sichtlich verärgert und frustriert. „Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Leute nicht zuhören“, sagte er und übte deutliche Kritik an der internen Kommunikation innerhalb der Organisation. Besonders empört zeigte er sich über öffentliche Diskussionen bezüglich seiner Spielbereitschaft.

Antetokounmpo betonte, dass er alle geforderten 3-gegen-3-Einheiten absolviert und niemals ein Training verweigert habe. Dennoch sei er nicht für Spiele freigegeben worden. „Das ist respektlos gegenüber dem, was ich für dieses Team getan habe“, erklärte der zweifache MVP und fügte hinzu, dass er „null“ Kontrolle über seine derzeitige Situation habe.

Diese Aussagen stehen in bemerkenswertem Kontrast zu Äußerungen von Ex-Coach Doc Rivers, der noch im Februar betont hatte, man werde den Superstar nicht vorsorglich für den Rest der Saison aus dem Verkehr ziehen. Rivers ist nach dem enttäuschenden Verlauf der Spielzeit mittlerweile nicht mehr im Amt.

Milwaukee Bucks vor einem Scherbenhaufen und ungewisser Zukunft

Mit einer negativen Bilanz von 32 Siegen zu 50 Niederlagen verpassten die Milwaukee Bucks erstmals seit neun Jahren die NBA-Playoffs. Das 106:126 in Philadelphia setzte dem enttäuschenden Jahr endgültig die Krone auf. „Wir sind sehr schlecht. So weit weg wie seit Jahren nicht“, stellte Antetokounmpo schonungslos fest.

Brisant ist zudem, dass die Bucks bereits vor der Trade Deadline im Februar laut verschiedenen Berichten den Transfermarkt sondiert haben sollen. Sollte im Herbst kein Vertragsangebot folgen oder Giannis ein solches Angebot ablehnen, dürften die Wechselgerüchte erneut hochkochen. Milwaukee steht vor einem Sommer, der die Zukunft der gesamten Franchise maßgeblich definieren wird.

Die Organisation muss nicht nur die Trainerfrage klären, sondern auch das angespannte Verhältnis zu ihrem größten Star reparieren oder sich auf einen möglichen Neuanfang ohne ihn vorbereiten. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Ära Giannis Antetokounmpo in Milwaukee tatsächlich zu Ende geht oder ob beide Seiten noch einen gemeinsamen Weg finden können.

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