Der frühere deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann hofft, dass sein ehemaliger Verein FC Arsenal das Finale der Champions League gewinnt. „Ich hoffe, dass Arsenal vollendet, was mir nicht gelungen ist“, sagte der 56-Jährige der Bild. Knapp 20 Jahre nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Barcelona stehen die Gunners erneut im Endspiel. Am Dienstagabend besiegten sie Atlético Madrid im Halbfinal-Rückspiel mit 1:0 und zogen damit ins Finale von Budapest ein.
Lehmanns Prognose für das Finale
Dem Team von Trainer Mikel Arteta traut Lehmann den Titel zu. „Unsere Generation spielte zwar schneller. Bei uns galt unter Arsène Wenger der One-Touch-Fußball. Eine Ballberührung und sofort weiter. Die aktuelle Mannschaft von Trainer Arteta steht in der Defensive unglaublich gut. Die Innenverteidiger Saliba und Gabriel sowie Torwart Raya sind die wichtigsten Spieler. Das ist für mich die beste Abwehr Europas!“
Die tragische Erinnerung von 2006
Im Jahr 2006 hatte Lehmann einen erheblichen Anteil an der Finalniederlage gegen Barcelona. In der 18. Minute erhielt er nach einem Foul an Samuel Eto’o die Rote Karte. In Unterzahl ging Arsenal zwar durch Sol Campbell in Führung (37.), verlor aber nach Treffern von Eto’o (76.) und Juliano Belletti (80.). Lehmann sagte damals, er werde die Szene „mit ins Grab“ nehmen. Heute fühlt er sich bestätigt: „Die Aussage stimmt doch“, sagte er lachend. „Wir reden ja jetzt wieder davon. Vor dem Finale wird sie bestimmt noch einige Male im TV zu sehen sein.“
Der Weg zum Endspiel
Der Gegner von Arsenal für das Finale in Budapest wird am Mittwochabend (21 Uhr/DAZN) ermittelt. Bayern München und Paris Saint-Germain treffen nach einem spektakulären Hinspiel (4:5) aufeinander. Für Arsenal könnte Ende Mai die größte Woche der Klubgeschichte anbrechen: Zunächst könnte sich die Mannschaft nach 22 Jahren wieder die Meisterschaft sichern, sechs Tage später dann erstmals den Henkelpott holen.



