Das Weltraumunternehmen SpaceX von Elon Musk plant den Bau einer gigantischen Chipfabrik im US-Bundesstaat Texas. Die Investition soll zunächst mindestens 55 Milliarden Dollar betragen, könnte aber auf bis zu 119 Milliarden Dollar steigen, wie SpaceX mitteilte. In der sogenannten „Terafab“ sollen Computerchips für SpaceX, den Elektroautobauer Tesla, den KI-Entwickler xAI sowie weitere Firmen aus Musks Imperium produziert werden.
Zusammenarbeit mit Intel
Das Werk entsteht in Zusammenarbeit mit dem US-Halbleiterhersteller Intel, der unter anderem seine Fertigungstechnologie „14A“ beisteuert. Ziel ist es, Musks Unternehmen unabhängiger von asiatischen Chip-Auftragsfertigern wie TSMC aus Taiwan und Samsung aus Südkorea zu machen. Die Pläne passen zudem zur Strategie der US-Regierung, mehr Halbleiterfabriken im Land anzusiedeln.
Herausforderungen und Ziele
SpaceX räumte ein, dass das Unternehmen nicht über ausreichende Lieferverträge für Hochleistungsprozessoren verfügt, um den eigenen Bedarf zu decken. Gleichzeitig betonte SpaceX, dass es keine Garantie gebe, dass die „Terafab“ innerhalb des geplanten Zeitrahmens oder überhaupt den Betrieb aufnehmen werde. Musk zufolge sollen in der endgültigen Ausbaustufe jährlich Chips mit einem Strombedarf von einem Terawatt produziert werden – das wäre das Doppelte der bisher in den gesamten USA gefertigten Halbleiter. Analysten von Bernstein zufolge wären für ein solches Vorhaben Investitionen von 13 Billionen Dollar nötig.
Börsengang von SpaceX
SpaceX steuert auf einen Börsengang im Juni zu, der zur größten Erstnotierung der Geschichte werden könnte – mit einer Firmenbewertung von bis zu 1,75 Billionen Dollar. Davon könnte auch Musk profitieren: Der 54-Jährige könnte durch den Deal zum ersten Billionär des 21. Jahrhunderts werden. Bereits jetzt ist er laut „Forbes“ der reichste Mensch der Welt.



