Rostock Seawolves: Playoff-Teilnahme als letzte verbliebene Hoffnung
Für die Basketballer der Rostock Seawolves beginnt am Freitag um 20:00 Uhr mit dem Spiel gegen die Vet-Concept Gladiators Trier die entscheidende Phase im Kampf um die Teilnahme an den Playoffs der Basketball-Bundesliga. Obwohl noch 14 Partien auf dem Programm stehen, machte der sportliche Leiter Jens Hakanowitz angesichts zahlreicher überraschender Ergebnisse in den vergangenen Spielen deutlich: „Es ist alles möglich. Dazu müssen aber noch eine Reihe von Spielen gewonnen werden.“
Ambitionierte Saison mit gemischten Ergebnissen
Die Seawolves waren mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, haben jedoch zwei ihrer drei ursprünglichen Ziele verfehlt. Statt der erhofften Teilnahme am Final Four im BBL-Pokal endete die Reise bereits im Achtelfinale gegen Aufsteiger Science City Jena. Auch im Fiba Europe Cup war nach der zweiten Gruppenphase Schluss. Dennoch zieht Hakanowitz ein überraschend positives Fazit der vergangenen Monate: „Es ist ja oft so, dass man interne Ziele gar nicht so laut nach außen trägt, um dann nicht Rechenschaft ablegen zu müssen, wenn man die nicht erfüllt. Aber rein sportlich erleben wir aktuell das beste Jahr, das wir je hatten.“
Aktuell belegen die Mecklenburger den achten Tabellenplatz und wären damit wie in der Vorsaison zumindest für die Play-Ins qualifiziert. Damals scheiterten sie jedoch im ersten Spiel an Oldenburg. Diesmal streben die Rostocker deutlich mehr an. „Das klare Ziel sind die Playoffs“, betont Hakanowitz unmissverständlich.
Unzufriedenheit über verpasste Chancen
Der Sportdirektor räumte allerdings auch ein, dass es innerhalb des Teams und der Vereinsführung Unzufriedenheit über bestimmte Ergebnisse gibt. „Jena hätte man zu Hause schlagen müssen. Haben wir nicht. Punkt.“ Die Enttäuschung über das vorzeitige Aus im Fiba Europe Cup sei bei allen Beteiligten sogar noch größer gewesen, wie Hakanowitz hervorhob.
Immerhin kann sich das Team von Cheftrainer Przemyslaw Frasunkiewicz nun vollständig auf die Bundesliga konzentrieren. Ob und welchen Einfluss es haben wird, dass nur noch sechs Heimpartien anstehen, während zu den acht Auswärtsspielen auch die schwierigen Auftritte beim Spitzenreiter FC Bayern München und Alba Berlin (Platz 2) zählen, bleibt abzuwarten.
Statistische Herausforderungen und direkte Vergleiche
Bislang war die Rostocker Stadthalle keine uneinnehmbare Festung (6 Siege, 5 Niederlagen), und auch in der Fremde erwiesen sich die Seawolves nicht als regelmäßiger Punktelieferant (5 Siege, 4 Niederlagen). Positiv zu vermerken ist jedoch, dass die direkten Vergleiche gegen Bonn (Platz 3), Würzburg (Platz 4) und Pokalsieger Bamberg (Platz 7) bereits zugunsten der Rostocker entschieden wurden.
„Mal gucken“, meinte Hakanowitz dazu, „welchen Wert das noch hat.“ Für die direkte Playoff-Teilnahme ohne Umweg über die Play-Ins muss das Team mindestens den sechsten Tabellenplatz erreichen. Die verbleibenden Spiele werden zeigen, ob die Seawolves diese Herausforderung meistern können und ob tatsächlich das sportlich beste Jahr der Vereinsgeschichte bevorsteht, wie der Sportdirektor optimistisch prognostiziert.



