Schrauben-Dunk misslingt spektakulär: Nicholas Tischlers Mega-Fail und späte Erlösung in der Basketball-Bundesliga
Schrauben-Dunk-Fail: Tischlers spektakuläre Wende in Oldenburg

Spektakulärer Fail und späte Erlösung: Nicholas Tischlers emotionaler Bundesliga-Abend

In der Easycredit Basketball-Bundesliga sorgte der 29. Spieltag für eine unvergessliche Szene, die zwischen peinlichem Versagen und triumphalem Comeback pendelte. Beim Heimsieg der EWE Baskets Oldenburg gegen die Rostock Seawolves mit 81:79 rückte der deutsche Nationalspieler Nicholas Tischler (25 Jahre, zwei Länderspiele) zunächst durch einen spektakulären Misserfolg in den Mittelpunkt, um später doch noch zum entscheidenden Matchwinner zu avancieren.

Der Schrauben-Dunk, der zum Mega-Fail wurde

Mitte des zweiten Viertels bei einem Stand von 26:23 für die Gastgeber entwickelte sich eine Szene, die die Basketball-Fans in Atem hielt. Nach einem abgefangenen Angriff der Oldenburger spielte Christopher Clemons einen artistischen Bodenpass zu Nicholas Tischler, der alleine auf den Rostocker Korb zustürmte. Die Lautstärke in der Halle stieg gewaltig an, als Tischler hochsprang, um einen spektakulären Dunking zu zeigen – mit einer Drehung um die eigene Achse in der Luft, einem sogenannten Schrauben-Dunk.

Dyn-Kommentator Arne Malsch schrie begeistert: „Jetzt wird es kliiiiingeeeeln!“ Doch dann passierte das Unerwartete: Tischler hämmerte den Ball nur auf den Ring, was ein kollektives „Ooh“ und „Aah“ bei den Fans auslöste. Der Spieler selbst schien fassungslos, während Trainer Lazar Spasic einen fragenden Blick Richtung Court warf. Malsch kommentierte trocken: „Nee, nee! Der ,Verdunk‘. Wenn das klappt, ist das der absolute Stromstecker hier. Wenn er rausgeht, kann es Rostock ein Stück weit pushen.“

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Von der Peinlichkeit zur Vorentscheidung

Die Szene nahm sogar noch eine bizarre Wendung: Der Ball blieb im Oldenburger Ballbesitz, und Tischler erhielt ihn erneut – diesmal jenseits der Dreipunktelinie. Sein Wurf traf wieder nur den Ring, woraufhin der Nationalspieler entschuldigend die Hand gegenüber Mitspielern und Fans hob. Das erste Halbzeit endete ausgeglichen mit 38:38, nachdem Rostock das erste Viertel mit 15:14 gewonnen hatte.

Die Spannung blieb bis in die Schlussphase erhalten: Mit 63:62 für die Gäste ging es in das letzte Viertel. Ausgerechnet Nicholas Tischler, der zuvor so spektakulär gescheitert war, glänzte nun in der heißen Schlussminuten. Seine Punkte brachten die Halle zum Kochen und führten zum 80:78 – die Vorentscheidung! Danach fiel nur noch je ein Punkt auf jeder Seite, was den knappen 81:79-Sieg der Oldenburger besiegelte.

Play-off-Hoffnungen bleiben lebendig

Die EWE Baskets Oldenburg, die zuletzt sensationell Alba Berlin geschlagen hatten, dürfen nach diesem emotionalen Sieg weiter auf die Play-ins und sogar die Play-offs hoffen. Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie schnell sich im Basketball das Blatt wenden kann – von einem peinlichen Schrauben-Dunk-Fail zur triumphalen Matchwinner-Performance innerhalb eines einzigen Spiels.

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