Dennis Schröder: Zwischen NBA-Playoffs und Abstiegskampf mit den Braunschweiger Löwen
Schröder: NBA-Playoffs vs. Abstieg mit Braunschweig

Basketball-Star Schröder in zwei Welten: NBA-Playoffs und Abstiegskampf

Die sportliche Situation von Basketball-Weltmeister Dennis Schröder könnte derzeit kaum gegensätzlicher sein. Als Profispieler der Cleveland Cavaliers startet er am Wochenende in die hochkarätigen Playoffs der nordamerikanischen NBA-Liga, wo sein Team in der ersten Runde Heimrecht gegen seinen ehemaligen Verein, die Toronto Raptors, genießt. Parallel dazu droht ihm als Alleingesellschafter der Basketball Löwen Braunschweig bereits an diesem Dienstag der bittere Abstieg aus der deutschen Basketball-Bundesliga.

Braunschweiger Absturz nach erfolgreicher Vorsaison

Noch in der vergangenen Saison zählten die Braunschweiger Löwen zu den positiven Überraschungsteams der Liga und beendeten die Hauptrunde als respektabler Dritter hinter dem späteren Meister Bayern München und dem Finalisten ratiopharm Ulm. In den Playoffs mussten sie sich zwar in einer dramatischen Viertelfinal-Serie über fünf Partien knapp gegen Würzburg geschlagen geben, dennoch herrschte bei Schröder und seinem Team eine deutliche Aufbruchstimmung.

Doch dann verließ Erfolgstrainer Jesús Ramirez den Verein und kehrte nach Spanien zu Basket Saragossa zurück. Mit Sananda Fru verlor der Club zudem seinen Topspieler, der wie viele deutsche Jungprofis den Weg in die USA an ein College antrat – das bisherige Erfolgsgerüst der Löwen zerfiel damit nahezu vollständig. Sportchef Nils Mittmann lag bei der Kaderzusammenstellung im Sommer deutlich daneben, und auch die Beförderung des vorherigen Assistenten Kostas Papazoglou zum Cheftrainer erwies sich im Nachhinein als folgenschwerer Fehler.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Katastrophale Saisonbilanz und drohender Abstieg

Die aktuelle Saison verläuft für die Braunschweiger Löwen katastrophal. Von bisher 28 Spielen konnten sie lediglich sechs gewinnen – eine klare Bilanz, die typisch für einen Absteiger ist. Sollte der Tabellenletzte auch beim direkten Konkurrenten Science City Jena eine Niederlage kassieren, wäre der Klassenerhalt fünf Spieltage vor Saisonende mathematisch nicht mehr möglich. Selbst ein Erfolg in Jena würde die Chancen nur minimal verbessern, da der Rückstand zu groß ist.

Damit steht der vierte Abstieg in der Vereinsgeschichte nach 1989, 1994 und 2006 so gut wie fest. Vor zwanzig Jahren blieben die Niedersachsen dank einer Liga-Aufstockung auf 18 Teams mit einer Wildcard in der Bundesliga, doch dieses Szenario ist aktuell äußerst unwahrscheinlich. Dafür müssten sie zunächst Tabellenvorletzter werden, und zudem müsste ein Aufsteiger auf den Sprung in die erste Liga verzichten – beides erscheint derzeit unrealistisch.

Planungen für die Zukunft und Wiederaufstiegsambitionen

In Braunschweig hat man notgedrungen bereits mit den konkreten Planungen für die kommende Saison in der zweitklassigen Pro A begonnen. Dennis Schröder betonte gegenüber der „Braunschweiger Zeitung“, dass dennoch „alles beim Alten bleiben“ werde. Er erklärte: „Weil Braunschweig ein BBL-Club ist – und einer der größten werden kann, werden wird.“

Die Volkswagen Bank als Hauptsponsor hat signalisiert, den Verein auch nach einem möglichen Abstieg weiter zu unterstützen. Sportchef Nils Mittmann, der trotz der verfehlten Kaderplanung weiterhin das Vertrauen von Schröder genießt, formulierte den klaren Ansatz: „Wir müssen versuchen, unseren Standort mit seiner Infrastruktur aufrechtzuerhalten und mit allen Mitteln den sofortigen Wiederaufstieg zu erzwingen.“ Der Ex-Profi soll die Chance zum Wiederaufbau des Teams erhalten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration