Es war ein kleines Stück Wrestling-Geschichte – zumindest ein kleines Stück Geschichte des Wrestling-Fernsehens. Zum ersten Mal seit 15 Jahren hat sich eines der größten Tag Teams der Historie wieder für ein Match im Free-TV die Ehre gegeben. Zum ersten Mal seit ihrer Reunion bei AEW (und womöglich auch zum letzten Mal) sind Adam Copeland und Christian Cage, die ehemaligen Edge und Christian, in der Nacht zum Donnerstag bei der Sendung Dynamite in den Ring gestiegen – als Vorbereitung auf ein großes und wegweisendes Aufeinandertreffen in wenigen Wochen.
Copeland und Cage mit gemeinsamem Debüt bei AEW Dynamite
Copeland und Cage trafen in Fairfax auf das Duo RPG Vice (Rocky Romero und Trent Beretta) – ihr erstes gemeinsames TV-Match, seit sie sich im März 2011 bei WWE SmackDown zu einem Kampf gegen Alberto Del Rio und Brodus Clay zusammentaten. Wenige Wochen später musste der damalige Edge wegen einer lebensbedrohlichen Nackenverletzung als amtierender World Champion aus dem Ring zurücktreten.
Eineinhalb Jahrzehnte später sind der inzwischen 52-jährige Copeland und der zwischenzeitlich ebenfalls scheinbar zum Sportinvaliden gewordene Altersgenosse Cage bei AEW wieder vereint – auf der Jagd nach einem letzten gemeinsamen Titel. Beim kommenden Großevent Double or Nothing am 24. Mai in New York bekommen sie eine erneute Chance in einem I Quit Street Fight gegen die amtierenden Champions FTR – die Zusatzklausel: Copeland und Cage dürfen nie wieder gemeinsam antreten, wenn sie verlieren.
Um sich auf das als schicksalhaft inszenierte Match einzustimmen, besiegten Copeland und Cage Romero und Beretta. Copeland pinnte Beretta nach rund 13 Minuten mit einem Spear. Als Botschaft an FTR traktierte Copeland Beretta noch weiter mit einem Würgegriff, bei dem er einen zerbrochenen Stuhl zu Hilfe nahm (WWE-Fans kennen die Aktion aus der Fehde mit Roman Reigns) – und brachte ihn dazu, symbolisch „I Quit“ („Ich gebe auf“) zu sagen, die Worte, die in dem anstehenden Titelmatch zum Ende des Matches führen.
Darby Allin gibt weiter den „Fighting Champion“
Im Hauptkampf des Abends erwies sich der frisch gekürte World Champion Darby Allin einmal mehr als „Fighting Champion“ und bestritt zum dritten Mal nacheinander bei Dynamite ein Titelmatch. Auf Titelgewinn gegen MJF und eine Verteidigung gegen Tommaso Ciampa folgte nun ein weiterer Sieg – in einem David-gegen-Goliath-Duell rang der Zögling der Ikone Sting Schwergewicht Brody King nieder.
Kommende Woche geht es nahtlos weiter: Allin trifft dann auf TNT-Champion Kevin Knight, der bei Dynamite seinerseits seinen Gürtel gegen den von Allin entthronten MJF verteidigte. Allin rettete Knight danach vor einer Attacke seines frustrierten Vorgängers.



