148 NHL-Stars bei Olympia: Das spektakulärste Eishockey-Turnier aller Zeiten
Es wird das wohl aufregendste Eishockey-Turnier, das die Sportwelt je gesehen hat! Wenn am Mittwoch bei den Olympischen Spielen in Mailand die Männer ins Geschehen eingreifen, beginnt ein wahrhaft historischer Wettkampf. Nach zwölf Jahren Abstinenz hat die nordamerikanische Profiliga NHL ihre Spieler endlich wieder für die Olympischen Spiele freigegeben – und sämtliche Top-Stars sind der Einladung gefolgt.
Die große Rückkehr der NHL-Profis
Insgesamt 148 Spieler haben die lange Reise von Nordamerika nach Mailand angetreten, um ihre Nationen zu vertreten. Unter ihnen befinden sich Legenden wie der zweifache Olympiasieger Sidney Crosby (38), der als Kapitän das kanadische Team aufs Eis führt, und sein deutsches Pendant Leon Draisaitl (30). „Es gibt für uns keine größere Bühne“, betont der deutsche Superstar die Bedeutung dieses Events.
Sidney Crosby, eine der schillerndsten Figuren der NHL, strahlt pure Begeisterung aus: „Es ist etwas ganz Besonderes, das gesamte Team Kanada und unseren Sport zu feiern. Ich fühle mich wieder wie ein Kind. Als jemand, der mit viel Sport aufgewachsen ist, war es für mich immer etwas Magisches, den Olympia-Sportlern zuzusehen. Seit wir erfahren haben, dass wir wieder zu den Spielen fahren dürfen, war die Vorfreude einfach riesig.“
Volle NHL-Abdeckung und klare Favoriten
Das Echo auf die Freigabe der NHL-Spieler war gewaltig. Jedes der 32 Teams der Liga ist bei Olympia vertreten. Während die Calgary Flames und Chicago Blackhawks jeweils mindestens einen Profi entsenden, stellt der amtierende Stanley-Cup-Sieger Florida Panthers mit zehn Spielern die größte Kontingent. Elf der zwölf teilnehmenden Nationen haben mindestens einen NHL-Profi in ihren Reihen – einzig Gastgeber Italien muss ohne Spieler aus der besten Liga der Welt auskommen.
Die Kader der USA, Kanadas und Schwedens bestehen ausschließlich aus NHL-Cracks, bei Finnland spielen 24 der 25 Akteure in Nordamerika. Diese vier Mannschaften gelten somit als klare Favoriten auf die Medaillen.
Symbolträchtige Flaggenträger und deutsche Hoffnungen
Welche Bedeutung Eishockey mit NHL-Beteiligung für die Nationalen Olympischen Komitees hat, zeigte sich bereits bei der Eröffnungsfeier. Drei NHL-Spieler führten ihre Länder als Flaggenträger an: Neben Leon Draisaitl für Deutschland waren dies David Pastrnak (29) für Tschechien von den Boston Bruins und Nico Niederreiter (33) für die Schweiz von den Winnipeg Jets.
Leon Draisaitl, mit 1036 Punkten (428 Tore, 608 Assists) in 845 NHL-Spielen eine absolute Ikone des Sports, hat klare Ziele: „Wir hoffen, neue Fans zu gewinnen und dass Kinder in Deutschland unsere Spiele gegen Dänemark, Lettland und die USA einschalten. Vielleicht sagen sie dann: ‚Oh, diesen Sport möchte ich auch mal ausprobieren‘. In Deutschland ist es das Einfachste, sich einen Fußball zu schnappen – die Kids zum Eishockey zu bringen, wäre ein wunderbarer Nebeneffekt.“
Historische Duelle und schmerzhafte Abwesenheiten
Ein besonderes Duell erwartet die Fans: Connor McDavid (29), der gemeinsam mit Crosby für Kanada stürmt, trifft auf seinen Edmonton-Oilers-Teamkollegen Leon Draisaitl, diesmal als Gegner. „Ich bin begeistert, hier zu sein. Es ist aufregend, fast unwirklich“, so McDavid über seine erste Olympiateilnahme. Über Crosby schwärmt er: „Er hat schon alles erlebt, in den wichtigsten Momenten gespielt und war erfolgreich. Er strahlt einfach eine unglaubliche Ruhe aus.“
Crosby selbst schrieb 2010 in Vancouver Geschichte, als er im epischen Finale gegen die USA das Golden Goal für Kanada erzielte. Doch nicht alle NHL-Helden sind in Mailand dabei. Russland um Superstar Alexander Ovechkin (40) darf wegen des Ukraine-Kriegs nicht teilnehmen – eine schmerzhafte Lücke im Teilnehmerfeld.
Eines steht fest: Mit der Rückkehr der NHL-Profis nach zwölf Jahren Pause erlebt die olympische Eishockey-Welt ein Turnier von historischer Dimension, das Fans weltweit in Atem halten wird.



