Deutsche Eishockey-Frauen erkämpfen knappen Sieg gegen Frankreich in Olympia-Verlängerung
DEB-Frauen siegen nach Verlängerung gegen Frankreich bei Olympia

Deutsche Eishockey-Frauen erkämpfen knappen Sieg gegen Frankreich in Olympia-Verlängerung

Die deutschen Eishockey-Frauen haben bei den Olympischen Winterspielen in Mailand einen hart erkämpften Sieg gegen Frankreich errungen. Mit einem 2:1 nach Verlängerung (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) setzte sich das Team des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) durch, wobei Nina Jobst-Smith in der 62. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. Vor den Augen von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und ihrem Vorgänger Thomas Bach zeigte das favorisierte deutsche Team jedoch mehr Mühe als erwartet und vergab zahlreiche Torchancen.

Spannende Begegnung mit Höhen und Tiefen

Das Spiel begann vielversprechend für die Deutschen, die im ersten Drittel schnell das Kommando übernahmen und sich in der gegnerischen Hälfte festsetzten. Frankreich geriet unter Druck und kassierte wiederholt Zeitstrafen. Nach mehreren vergebenen Möglichkeiten brach Laura Kluge 35 Sekunden vor der Pause den Bann, als sie in Überzahl ein Zuspiel von Kapitänin Daria Gleißner zum 1:0 verwertete. Im zweiten Drittel verlief die Partie zunächst ausgeglichener, bevor die Deutschen wieder dominanter wurden, aber einen weiteren Treffer verpassten.

Im letzten Drittel rächte sich diese Unentschlossenheit, als Estelle Duvin plötzlich frei vor dem Tor von Sandra Abstreiter auftauchte und zum 1:1 ausglich (49. Minute). Angefeuert von den deutschen Fans in der provisorisch errichteten Eishalle auf dem Mailänder Messegelände drängte die DEB-Auswahl auf den Sieg, doch in der regulären Spielzeit wollte das 2:1 nicht gelingen. Erst in der Verlängerung erlöste Nina Jobst-Smith nach 67 Sekunden das deutsche Team mit einem entscheidenden Tor.

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Reaktionen und Ausblick auf das Viertelfinale

Nina Jobst-Smith, die Torschützin des Siegtreffers, kommentierte nach dem Spiel: "In so einem Moment das entscheidende Tor zu schießen, ist sehr besonders." Sie lobte auch die starke Leistung der französischen Torhüterin Alice Philbert, die mit herausragenden Paraden viele deutsche Torschüsse vereitelte. Das DEB-Team benötigte insgesamt 47 Torschüsse für seine zwei Treffer, was die defensive Stärke Frankreichs unterstrich.

Mit diesem Sieg stehen die deutschen Eishockey-Frauen kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale. Im letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien am Dienstag (16.40 Uhr) benötigt das Team maximal noch einen Punkt. Sollte Gruppenkonkurrent Japan im Spiel zuvor nicht in der regulären Spielzeit gegen die favorisierten Schwedinnen gewinnen (12.10 Uhr), wäre der Viertelfinaleinzug bereits vor dem Spiel der Deutschen sicher. In einem möglichen Viertelfinale wartet dann aller Voraussicht nach einer der Topfavoriten des Turniers, entweder die USA oder Kanada.

Bundestrainer Jeff MacLeod und seine Mannschaft, darunter Spielerinnen wie Nicola Hadraschek-Eisenschmid, blicken nun optimistisch auf die kommenden Herausforderungen. Sandra Abstreiter äußerte sich zum bevorstehenden Spiel gegen Italien: "Das wird eine super Stimmung in der Halle. Unser Ziel ist es, das leise zu halten, denn das würde bedeuten, dass wir gut sind." Die deutschen Eishockey-Frauen haben damit ihre Chancen auf eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen weiter gestärkt.

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