Zweitlängste DEL-Sperre: Fabio Wagner droht Negativrekord nach brutalen Check
DEL-Sperre: Wagner droht Negativrekord nach brutalen Check

Zweitlängste DEL-Sperre: Fabio Wagner könnte Negativrekord aufstellen

Nach einem brutalen Foul im Playoff-Viertelfinale muss Nationalspieler Fabio Wagner die zweitlängste Sperre in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absitzen. Der Verteidiger von Red Bull München könnte jedoch noch einen unrühmlichen Negativrekord erreichen, falls seine Mannschaft bis ins Finale vorstößt.

Disziplinarausschuss verhängt drastische Strafe

Der DEL-Disziplinarausschuss unter Vorsitz des ehemaligen Nationalspielers Alexander Barta hat Fabio Wagner am Mittwochabend für 14 Spiele gesperrt. Die Strafe folgt auf einen brutalen Check gegen den Kopf des Ingolstädters Edwin Tropmann während des Spiels am Dienstag, das München mit 2:7 verlor.

In der offiziellen Pressemitteilung begründete der Ausschuss die drastische Maßnahme damit, dass Wagner nicht versucht habe, „zur Scheibe zu gelangen“. Stattdessen sei „der Kopf- und Nackenbereich Haupttrefferpunkt des Checks“ gewesen. Der Check wurde als „extrem rücksichtslos und ohne spieltaktischen Zweck“ bewertet.

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Verletzung von Edwin Tropmann

Die Folgen des Fouls waren schwerwiegend: Edwin Tropmann verlor nach dem Check seinen Helm und blieb nach dem Aufprall auf dem Eis bewusstlos liegen. Erst auf dem Weg ins Krankenhaus kam der 20-Jährige wieder zu Bewusstsein. Er erlitt eine Kopf- und Nackenverletzung und musste für weitere Untersuchungen stationär behandelt werden.

Der Disziplinarausschuss betonte in seiner Entscheidung ausdrücklich, dass Tropmann „verletzt wurde und stationär behandelt werden“ musste – ein Faktor, der die Schwere der Strafe maßgeblich beeinflusste.

Historischer Vergleich und möglicher Rekord

Bisher gab es in der DEL-Geschichte nur eine längere Sperre: Im Jahr 2005 wurde der damalige Nationalspieler Martin Reichel nach einem tätlichen Angriff auf Schiedsrichter für 15 Spiele gesperrt. Fabio Wagners aktuelle Strafe von 14 Spielen stellt damit die zweitlängste Disziplinarmaßnahme der Liga dar.

Doch könnte Wagner diesen Negativrekord noch übertreffen: Sollte Red Bull München bis ins Finale vorstoßen und alle Playoff-Serien über die maximale Distanz gehen, würde sich Wagners Sperre auf 17 Spiele erhöhen. Das Urteil besagt nämlich, dass er in den laufenden Playoffs nicht mehr zum Einsatz kommen darf – unabhängig davon, wie weit seine Mannschaft kommt.

Auswirkungen auf die Playoffs

Die Sperre trifft Red Bull München in einer kritischen Phase der Playoffs. Ohne ihren Nationalspieler in der Verteidigung muss das Team nun die kommenden Spiele bestreiten. Die Entscheidung des Disziplinarausschusses sendet zudem ein klares Signal gegen brutale und gesundheitsgefährdende Fouls im Eishockey.

Für Fabio Wagner bedeutet die Strafe nicht nur den vorzeitigen Saisonabbruch, sondern auch einen erheblichen Imageschaden. Als Nationalspieler steht er besonders im Fokus der Öffentlichkeit und muss nun mit den Konsequenzen seiner Handlung leben.

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