EHC München plant behutsamen Kaderumbau – Zukunft von Kapitän Hager und Legende Abeltshauser ungewiss
EHC München: Kaderumbau und Zukunft von Hager und Abeltshauser offen

EHC München nach Halbfinal-Aus: Behutsamer Umbau statt großer Revolution

Nach dem bitteren 1:4-Aus im Halbfinale gegen die Adler Mannheim benötigten die Profis des EHC Red Bull München zunächst Abstand, um die Enttäuschung zu verarbeiten. In dieser Woche stehen nun entscheidende Gespräche mit den Spielern am Oberwiesenfeld an, bei denen die Weichen für die kommende Saison gestellt werden. Am Samstag soll die Saison 2025/26 dann mit Mannschaft, Trainerstab und Fans bei einem geselligen Abschlussfest ausklingen.

Trainer David sieht deutlichen Fortschritt trotz Scheitern

Cheftrainer Oliver David zog nach seiner ersten Spielzeit beim EHC eine positive Bilanz. "Wir werden neu anfangen, so wie die Blumen im Frühling wieder blühen", sagte der Trainer, dessen Mannschaft in der Hauptrunde Platz vier belegte und immerhin das Halbfinale erreichte. Nach zwei enttäuschenden Jahren bewertet David diese Saison als deutlichen Fortschritt und betonte: "Es war eine wunderbare Saison. Einige Spieler hatten ihren Durchbruch, einige haben die Möglichkeiten genutzt, die sich geboten haben."

Im Vergleich zum XXL-Umbruch des Vorjahres werden die Korrekturen diesmal mit feinerem Werkzeug vorgenommen. Die Veränderungen im Kader dürften sich bei etwa einem halben Dutzend Spielern einpendeln – unvorhergesehene Entwicklungen vorbehalten.

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Zukunft von Kapitän Patrick Hager weiterhin ungewiss

Der 37-jährige Kapitän Patrick Hager zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Saisonverlauf: "Wir haben einen super Turnaround geschafft im Vergleich zu beiden Vorjahren, darauf können wir aufbauen." Allerdings ließ der Routinier offen, ob er seine Karriere fortsetzt. "Wir brauchen jetzt nicht über die Zukunft reden", erklärte Hager, der mit 15 Toren und 36 Scorerpunkten in 62 Spielen noch einmal zugelegt hatte und eine DEL-Saison auf konstant hohem Niveau absolvierte. Sein Wert als Führungsspieler bleibt unbestritten.

Klublegende Abeltshauser und weitere Personalien im Fokus

Besonders spannend ist die Zukunft von Konrad Abeltshauser. Der 33-jährige Verteidiger, der seit Januar 2016 für den EHC spielt und zu den Identifikationsfiguren des Vereins zählt, steht nach seiner zehnten Saison beim Klub vor einer ungewissen Zukunft. Es muss sich erst zeigen, ob die Vorstellungen von Spieler und Verein deckungsgleich sind.

Als sichere Abgänge gelten derzeit:

  • Torwart Simon Wolf, der seine Karriere beim EV Schwenningen fortsetzen wird
  • Nikolaus Heigl, der seinem Bruder Thomas zum EHC Nürnberg folgt

Zudem kursieren Gerüchte über NHL-Interesse der Edmonton Oilers an Veit Oswald sowie einen möglichen Weggang des jungen Letten Alberts Smits nach Nordamerika.

Erste Neuzugänge bereits im Visier

Auf der Einkaufsliste des EHC stehen bereits zwei Namen: Der Österreicher Lucas Thaler vom EC Red Bull Salzburg und Elis Hede vom Straubing Tigers, der angeblich einen Dreijahresvertrag erhalten hat. Offizielle Bestätigungen des Clubs stehen allerdings noch aus. EHC-Boss Christian Winkler und Sportdirektor Neville Rautert treiben die Personalplanungen unter dem gewohnten Anspruch voran: "Der Anspruch ist jedes Jahr zu gewinnen, das ist auch richtig so", brachte es Kapitän Hager auf den Punkt.

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