Nach Horrorfoul im Skandalspiel: Wagner bittet öffentlich um Entschuldigung
Der Eishockey-Nationalspieler Fabio Wagner hat sich nach seinem brutalen Foul im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) öffentlich entschuldigt. Der Verteidiger von Red Bull München richtete in einem Instagram-Video deutliche Worte an den verletzten Gegenspieler Edwin Tropmann vom ERC Ingolstadt.
„Aufrichtiges Bedauern“ und volle Verantwortungsübernahme
„Es tut mir aufrichtig leid, es war ein Fehler von mir“, erklärte Wagner in seiner Videobotschaft. Der Olympia-Teilnehmer betonte, dass er „die volle Verantwortung für mein Handeln“ trage und wünschte dem 20-jährigen Tropmann „gute Besserung“. Die Entschuldigung erfolgte nach einem der umstrittensten Spiele der aktuellen DEL-Playoffs.
Brutaler Check mit schwerwiegenden Folgen
Bei der 2:7-Niederlage Münchens in Ingolstadt am Dienstag hatte Wagner Tropmann mit einem heftigen Check gegen den Kopf mitten auf dem Eis niedergestreckt. Der junge Ingolstädter war nach dem Foul bewusstlos und musste nach minutenlanger medizinischer Versorgung auf einer Trage aus der Halle zum bereitstehenden Krankenwagen gebracht werden.
Laut offizieller Mitteilung des ERC Ingolstadt erlitt Tropmann eine Kopf- und Nackenverletzung. Der Spieler bleibt für weitere Untersuchungen im Krankenhaus. Noch in der Nacht nach dem Vorfall meldete sich Tropmann selbst auf Instagram und bedankte sich für die „vielen lieben Genesungswünsche“, die er von Fans und Kollegen erhalten hatte.
Skandalspiel mit historischen Strafminuten
Wagners Foul war nur der Höhepunkt einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Partie. Der Münchner Verteidiger erhielt eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und war damit bereits der dritte Spieler von Red Bull München, der in dieser Begegnung des Feldes verwiesen wurde.
Die Schiedsrichter Christopher Schadewaldt und Marian Rohatsch verhängten insgesamt 175 Strafminuten, davon allein 125 gegen das Team aus München. Um eine weitere Eskalation in den letzten Spielminuten zu verhindern, griffen die Unparteiischen zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Nach kurzer Beratung mit den Trainern und Kapitänen beider Mannschaften warfen sie den Puck ein und ließen die verbleibenden 100 Sekunden einfach von der Uhr laufen, ohne dass weiter gespielt wurde.
Folgen für die Playoffs und die beteiligten Spieler
Das brutale Foul und die darauffolgenden Ereignisse werfen Fragen nach der weiteren Teilnahme Wagners an den Playoffs auf. Gleichzeitig bleibt die Gesundheit von Edwin Tropmann im Fokus, dessen Genesungsprozess nun im Mittelpunkt steht. Der Vorfall zeigt einmal mehr die physischen Risiken des Profieishockeys und die Verantwortung der Spieler für ihre Aktionen auf dem Eis.



