Eishockey-WM: Deutschland unterliegt Finnland trotz starker Abwehr
Eishockey-WM: Deutschland verliert gegen Finnland 1:3

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der Weltmeisterschaft eine Überraschung verpasst. Am Freitag unterlag das Team von Bundestrainer Harold Kreis dem Olympiadritten Finnland mit 1:3 (0:1, 0:0, 1:2) und zeigte dabei vor allem in Überzahl große Schwächen.

Deutsches Powerplay bleibt glücklos

Bereits im ersten Drittel geriet die DEB-Auswahl in Rückstand. Nach einer Strafe gegen Maximilian Kastner nutzte Anton Lundell von den Florida Panthers die erste Überzahl-Situation eiskalt aus und ließ Torhüter Philipp Grubauer mit einem platzierten Schuss keine Chance (9. Minute). Aleksander Barkov, der finnische Topstar, gab die Vorlage – es war sein erstes Spiel nach einem Kreuzbandriss.

Die deutsche Mannschaft hatte zwar mehrere Powerplay-Chancen, konnte diese jedoch nicht nutzen. Joshua Samanski vergab früh eine Top-Gelegenheit aus kurzer Distanz kläglich (13.). Auch im zweiten Drittel blieb das Überzahlspiel harmlos, obwohl die Finnen viele Strafen kassierten. „Wir können nicht zufrieden sein, wenn man sieht, wie oft wir Powerplay hatten“, kritisierte Stürmer Dominik Kahun bei MagentaSport.

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Spektakuläre Rettungsaktionen von Seider

Torhüter Philipp Grubauer von den Seattle Kraken war ein überragender Rückhalt und verhinderte mit mehreren Paraden einen höheren Rückstand. Noch spektakulärer waren zwei sensationelle Abwehraktionen von Weltklasse-Verteidiger Moritz Seider (Detroit Red Wings). Der Kapitän klärte nach einer Grubauer-Parade den ersten finnischen Nachschuss und erwischte mit dem Schläger auch den zweiten Versuch kurz vor der Linie (21.).

Im zweiten Powerplay der Finnen zeigte der Gegner jedoch, wie es geht: Jesse Puljujärvi von Servette Genf erhöhte auf 2:0 (44.). Deutschland steckte nicht auf und kam durch Stefan Loibl von den Straubing Tigers in der 49. Minute zum Anschlusstreffer. Doch die Finnen blieben effizient: Aatu Raty von den Vancouver Canucks machte mit dem 3:1 (56.) alles klar.

Nächster Gegner Lettland

Am Sonntag (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) steht gegen Lettland ein vermutlich vorentscheidendes Spiel um den Viertelfinal-Einzug an. Bundestrainer Kreis kann dann voraussichtlich auf NHL-Stürmer Lukas Reichel (Boston Bruins) zurückgreifen, der am Donnerstag zum Team gestoßen war, aber gegen Finnland noch nicht eingesetzt wurde. „Lukas macht jede Mannschaft läuferisch und spielerisch besser“, schwärmte Kreis.

Bereits vor dem Spiel gab es einen Rückschlag: NHL-Profi Nico Sturm wird die deutsche Mannschaft in der Schweiz nicht verstärken. Der 31-Jährige, der 2022 mit Colorado und 2025 mit Florida den Stanley Cup gewann, reist trotz Playoff-Aus mit Minnesota Wild nicht nach. Zuvor hatten bereits Superstar Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) sowie die Top-Stürmer Tim Stützle (Ottawa Senators) und JJ Peterka (Utah Mammoth) abgesagt.

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