Mannheim - Eric Mik hat für die Eisbären Berlin die Tür zur dritten Meisterschaft hintereinander weit aufgestoßen. Beim 5:1 im dritten Endspiel gegen die Adler Mannheim, mit dem sich der Titelverteidiger die 3:0-Führung in der Best-of-seven-Serie holte, erzielte er drei Tore – und damit den ersten Final-Hattrick eines Verteidigers in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
Der 26 Jahre alte Abwehrspieler lobte nach seiner Ausnahme-Leistung die Teamkollegen: „Sie haben mich super freigespielt. Ich hatte Eins-A-Chancen und diesmal den Torriecher und konnte die dann verwandeln“, sagte er bei MagentaSport.
Mik: „Wir sind immer noch nicht fertig“
Dem Rekordmeister fehlt nach dem dritten klaren Erfolg in der Finalserie gegen den Erzrivalen nur noch ein Sieg zum zwölften DEL-Titel. Den können die Berliner nun bereits am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaSport) in eigener Halle holen. „Wir sind immer noch nicht fertig“, meinte Mik und fügte an: „Wir wollen da anfangen, wo wir aufgehört haben.“ Sein Hattrick unterstrich eine große Stärke der Eisbären: In den laufenden Playoffs sind sie nicht ausschließlich von der Treffsicherheit ihrer Star-Stürmer wie Ty Ronning oder Leonhard Pföderl abhängig, sondern in allen Mannschaftsteilen torgefährlich. Außerdem belegt er die Vielseitigkeit zahlreicher Berliner Profis. Trainer Serge Aubin hatte Mik in der Vergangenheit bei Bedarf auch häufig im Angriff aufgestellt – genauso wie Verteidiger Lester Lancaster, der in Mannheim den wichtigen Treffer zum 2:1 erzielte.
Die Berliner zeigten sich von Beginn an dominant und ließen den Adlern wenig Raum zur Entfaltung. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel, in dem beide Teams je einmal trafen, übernahmen die Gäste im Mittelabschnitt die Kontrolle. Mik netzte zunächst in Überzahl, dann mit einem platzierten Schuss von der blauen Linie. Im Schlussdrittel vollendete er seinen Hattrick mit einem abgefälschten Schuss zum 4:1. Den Schlusspunkt setzte ein weiterer Treffer der Hauptstädter. Mannheim wirkte über weite Strecken ideenlos und konnte die Überlegenheit der Berliner nicht gefährden. Die Serie geht nun in die Heimat der Eisbären, die vor heimischer Kulisse den ersten Matchball haben. Sollte der zwölfte Titel perfekt gemacht werden, wäre es der dritte in Folge – eine beeindruckende Leistung, die den hohen Stellenwert des Teams in der Liga unterstreicht.



