Traumstart für Lukas Reichel bei den Boston Bruins
Der deutsche Nationalspieler Lukas Reichel hat bei seinem Debüt für die Boston Bruins in der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL einen beeindruckenden Einstand hingelegt. Der Angreifer, der erst am 6. März von den Vancouver Canucks nach Boston gewechselt war, erzielte nicht nur ein Tor, sondern steuerte auch eine Vorlage beim deutlichen 6:1-Sieg gegen die Winnipeg Jets bei.
Perfekter Auftritt vor begeistertem Publikum
Reichel nutzte für seinen Treffer einen Patzer von Winnipeg-Goalie Connor Hellebuyck geschickt aus. Nach dem Spiel zeigte sich der 23-Jährige begeistert von der Atmosphäre in Boston: „Ich finde, das Publikum in Boston ist immer fantastisch, selbst als ich hier gegen die Bruins gespielt habe“, sagte Reichel. „Und es fühlt sich noch besser an, wenn man für sie spielt.“ Cheftrainer Marco Sturm setzte den jungen Deutschen gleich in seiner ersten Partie ein und wurde mit einer herausragenden Leistung belohnt.
Positive Entwicklung für Boston und Detroit
Mit diesem Sieg haben die Boston Bruins nun vier Spiele in Serie gepunktet und liegen gemeinsam mit den Detroit Red Wings auf den beiden Wildcard-Plätzen der Eastern Conference für die Playoffs um den begehrten Stanley Cup. Die Red Wings mit ihrem deutschen Verteidiger Moritz Seider gewannen ebenfalls und setzten sich mit 3:1 gegen die Montreal Canadiens durch. Nach zuletzt fünf Niederlagen in sechs Spielen holte Detroit damit den zweiten Sieg in Folge und stabilisiert sich im Kampf um die Playoff-Plätze.
Gemischte Ergebnisse für andere deutsche NHL-Spieler
Weniger erfreulich verlief das Spiel für Nico Sturm und seine Minnesota Wild. Der 30-jährige Stürmer traf zwar für sein Team, konnte die 1:2-Niederlage gegen die Chicago Blackhawks aber nicht verhindern. Dennoch bleibt Minnesota nach der vierten Niederlage aus den letzten fünf Spielen auf dem dritten Platz in der Western Conference.
Edmonton kämpft ohne Draisaitl
Die Edmonton Oilers mussten ohne ihren deutschen Superstar Leon Draisaitl eine empfindliche 0:4-Niederlage bei den Florida Panthers hinnehmen. Bei dieser Neuauflage der Finalserie aus der Vorsaison fehlte Draisaitl, der den Rest der regulären Saison wegen einer Verletzung pausieren muss. Interessanterweise hatte Edmonton im ersten Spiel ohne ihren Topscorer noch gewonnen. Als Sechster im Westen haben die Oilers ihre Playoff-Teilnahme noch nicht sicher und müssen in den verbleibenden Spielen weiter punkten.
Die NHL-Saison nähert sich ihrem Höhepunkt und die deutschen Spieler zeigen mit unterschiedlichem Erfolg ihre Qualitäten. Während Reichel in Boston triumphiert, kämpft Edmonton ohne Draisaitl um den Klassenerhalt. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Playoff-Träume aller Teams.



