Rostock Piranhas erleiden schweren Rückschlag im Playoff-Rennen
Die Rostock Piranhas haben im Rennen um die Playoffs der Eishockey-Oberliga Nord einen schweren Rückschlag erlitten. Nach der 1:3-Niederlage im wichtigen Auswärtsspiel bei den Herford Ice Dragons schrumpfen die Chancen der Norddeutschen auf den Einzug in die entscheidende Phase der Saison auf ein Minimum.
Niederlage in Herford lässt Playoff-Träume schwinden
Das Spiel in Herford endete mit einem 1:3 (0:2, 1:1, 0:0) für die Gäste aus Rostock. Trotz einer guten Leistung im ersten Drittel, in dem die Piranhas bei den Torschüssen mit 17:9 vorn lagen, stand es nach zwanzig Minuten bereits 2:0 für die Ice Dragons. Nach dem 0:3 in der 27. Minute gelang Jesper Öhrvall mit seinem 20. Saisontor nur noch Ergebniskosmetik für die Rostocker.
REC-Coach Marius Pöpel analysierte die Niederlage nüchtern: „Im Großen und Ganzen war es ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem ersten Drittel hätte es nicht 2:0 für Herford stehen müssen. Am Ende des Tages sind es ebendiese zwei Powerplaytore, die Herford macht und wir nicht. Das bricht uns momentan in solchen engen Spielen das Genick.“
Tabellensituation wird dramatisch
Mit dieser Niederlage stürzten die Rostock Piranhas auf Platz sechs der Tabelle ab und haben nun drei Punkte Rückstand auf Herford, das den letzten Playoff-Platz belegt. Auch Erfurt und Herne liegen mit einem beziehungsweise zwei Punkten Vorsprung vor den Rostockern und rechnen sich weiterhin Chancen auf die Playoffs aus.
Zwei Spieltage vor dem Ende der Zwischenrunde 2 stehen die Piranhas damit vor einer fast unlösbaren Aufgabe. REC-Kapitän Kilian Steinmann zeigte sich enttäuscht, aber kämpferisch: „Das wichtigste Spiel der Saison zu verlieren, ist hart. Die Jungs haben alles gegeben, aber es hat einfach nicht gereicht. Wir werden weiter mit 100 Prozent kämpfen, um uns die kleine Restchance zu bewahren.“
Personelle Probleme belasten das Team
Die Rostocker mussten das wichtige Spiel in Herford ohne mehrere Stammspieler bestreiten. Neben dem langzeitverletzten Kevin Kunz, der zwar wieder auf Schlittschuhen steht, fehlten Reed Stark (krank) und Connor Hannon, der nach einem Bandencheck im Heimspiel gegen Erfurt eine Gehirnerschütterung erlitten hatte.
Trotz dieser personellen Engpässe begannen die Gäste gut und zeigten in der Anfangsphase eine überzeugende Leistung. Doch die Effizienz vor dem gegnerischen Tor fehlte, während Herford seine Chancen konsequent nutzte.
Letzte Hoffnung: Zwei Siege und Konkurrenzpatzer
Für die Rostock Piranhas bleiben nun nur noch zwei Heimspiele in der Eishalle an der Schillingallee. Am Sonntag, dem 1. März, empfangen die Piranhas ab 19 Uhr Herne, bevor es am Dienstag, dem 3. März, zum Saisonfinale gegen Leipzig geht (20 Uhr).
Die Rechnung ist einfach, aber schwer umzusetzen: Nur mit zwei Siegen in den verbleibenden Spielen und gleichzeitigen Patzern der Konkurrenz könnte der REC noch den Sprung auf den letzten Playoff-Platz schaffen. Coach Pöpel gab zu: „Mit den Konstellationen, wie was noch zustande kommen könnte, hatte ich mich bislang noch nicht befasst. Unser Fokus war komplett auf diesem Spiel. Jetzt hoffe ich, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt, vor allem bei den Specialteams.“
Die Mannschaftsaufstellung der Piranhas in Herford: Tor: Albrecht, Bätge – Verteidigung: Plauschin, Stromberg, Klaus, Turnwald, Geuss, Häring – Sturm: Fraser, Maximilian Braun, Stopinski, Steinmann, Fleischmann, Wolter, Öhrvall, Nix, Burns, Luknowsky.
Tore: 1:0 Woltmann (3.), 2:0 Makuzki (9. - in Überzahl), 3:0 Pierson (27. - in Überzahl), 3:1 Öhrvall (29./Vorlagen: Fraser, Konter).



