Qual der Wahl in der 1860-Abwehr – und warum Verlaat für Wiesbaden keine Option ist
Vor dem hochkarätigen Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden am Samstag steht TSV 1860-Coach Markus Kauczinski vor einer schwierigen Entscheidung in der defensiven Formation. Die zentrale Frage lautet: Soll er auf den wieder genesenen Aggressiv-Abwehrlöwen Raphael Schifferl setzen oder dem jungen Talent Lasse Faßmann die nächste Bewährungschance geben? Eines steht jedoch fest: Für den erfahrenen Spielführer Jesper Verlaat gibt es in diesem Spiel keine Berücksichtigung.
Die Optionen: Schifferl oder Faßmann?
Raphael Schifferl, der Österreicher, der neben Abwehrchef Max Reinthaler und Siemen Voet in der defensiven Dreierkette spielt, gilt als die routinierte Variante. Er hat vier der fünf Dreier in diesem Jahr mitgemacht, und der TSV ist mit ihm im Jahr 2026 noch ungeschlagen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob Schifferl nach seiner Verletzungspause in Köln bereits wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Zu Beginn der Trainingswoche war er nur für eine Laufeinheit und im Kraftraum, am Mittwoch absolvierte er immerhin ein Teiltraining mit der Mannschaft.
Auf der anderen Seite steht der 19-jährige Lasse Faßmann, der beim 1:0-Auswärtssieg bei Viktoria Köln in die Bresche gesprungen war und sein Startelf-Debüt überzeugend absolvierte. Seine kampfstarke und souveräne Leistung im Sportpark Höhenberg spricht dafür, dass er auch im Grünwalder Stadion gegen den Tabellennachbarn Wehen Wiesbaden einen soliden Auftritt hinlegen könnte.
Warum Verlaat außen vor bleibt
Klar ist, dass Trainer Markus Kauczinski nicht auf Jesper Verlaat setzen wird. Der Spielführer steht seit vier Spieltagen wieder konstant im Kader, aber zu einem Einsatz an der Seite von Raphael Schifferl und Co. hat es noch nicht gereicht. Verlaat konkurriert mit Max Reinthaler um die Rolle des Abwehrchefs, doch für das wichtige Spiel gegen Wiesbaden scheint Kauczinski andere Prioritäten zu setzen. Die Entscheidung zwischen dem hungrigen Junglöwen Faßmann und dem möglicherweise noch angeschlagenen Routinier Schifferl wird somit im Mittelpunkt der taktischen Überlegungen stehen.
Das Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden am Samstag um 16.30 Uhr verspricht somit nicht nur sportliche Spannung, sondern auch eine interessante Personalentscheidung in der 1860-Abwehr, die den weiteren Saisonverlauf beeinflussen könnte.



