TSV 1860 München zeigt Mut gegen Jahn Regensburg: Haugen-Doppelpack sichert Remis
1860 München: Haugen-Doppelpack sichert Remis gegen Regensburg

TSV 1860 München zeigt Mut gegen Jahn Regensburg: Haugen-Doppelpack sichert Remis

Im bayerischen Derby des Grünwalder Stadions lieferte der TSV 1860 München eine beherzte Leistung gegen den SSV Jahn Regensburg, doch zum verdienten Sieg reichte es am Ende nicht. Ein auf fünf Positionen veränderter Löwen-Kader kämpfte sich zu einem 2:2-Unentschieden, wobei Stürmer Sigurd Haugen mit einem Doppelpack glänzte. Trainer Markus Kauczinski zeigte sich nach dem Spiel nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

Kauczinski reagiert mit Personalrochade

Nach enttäuschenden Auftritten in den vorangegangenen Partien hatte Trainer Markus Kauczinski auf fünf Positionen reagiert. Florian Niederlechner stand erstmals seit Dezember wieder in der Startelf, dazu kamen Manuel Pfeifer, Samuel Althaus, Lasse Faßmann und Marvin Rittmüller von Beginn an. Auf der Bank landeten Justin Steinkötter, Raphael Schifferl und Tim Danhof, während Clemens Lippmann und Philipp Maier komplett fehlten.

„Der ein oder andere hat in den letzten Spielen nicht komplett überzeugt, dass da einfach ein Wechsel vonnöten war“, begründete Kauczinski seine Entscheidungen vor dem Spiel. Seine Marschroute war klar: „Wir wollen mutigen Fußball spielen, unser eigenes Spiel durchziehen.“

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Haugen glänzt mit Führungstreffer

Die Löwen starteten ambitioniert in die Begegnung. Bereits in der dritten Minute verzog Samuel Althaus knapp, Kevin Volland scheiterte in der 14. Minute. Dann traf Sigurd Haugen in der 28. Minute zur Führung: Der Norweger fintierte in vollem Tempo an Leo Mätzler vorbei, der zu Boden ging, und schloss cool ab – sein 13. Saisontor.

Doch die Münchner ließen in der Folge nach. Nur Thomas Dähnes Hand und der Pfosten bewahrten sie in der 22. Minute vor dem Rückstand. Kurz vor der Pause wurden die Löwen für defensive Nachlässigkeiten bestraft: In der 42. Minute glich der gestolperte Mätzler per Kopf aus, und mit der letzten Aktion vor der Halbzeit drehte Philipp Müller die Partie (45.+1).

Verpasste Chancen und späte Entschädigung

Nach der Pause hatte der TSV 1860 München die große Chance zum Ausgleich: Thore Jacobsen vergab in der 55. Minute einen von Florian Niederlechner herausgeholten Strafstoß – sein erster Fehlschuss im Löwen-Trikot nach zehn erfolgreichen Versuchen.

Gegen Ende der Partie zeigten die Münchner dann die erhoffte Angriffswucht. In der Schlussphase glich Sigurd Haugen erneut aus und sicherte seiner Mannschaft einen Punkt. „Zweite Halbzeit haben wir Powerplay gespielt, haben ein, zwei, drei Chancen mehr. Wir haben ein gutes Gesicht gezeigt“, resümierte Trainer Markus Kauczinski.

Ausblick auf die verbleibende Saison

Das Remis verstärkt den aktuellen Eindruck, dass die Aufstiegshoffnungen der Löwen in dieser Saison kaum noch realistisch sind. Zuvor hatte der VfL Osnabrück gegen Energie Cottbus gewonnen und sich weiter von der Konkurrenz abgesetzt. Cottbus bleibt als Dritter im Rennen, auch weil der TSV 1860 München zuvor in der Lausitz punkten konnte.

Immerhin hatten die Sechzger Ende März das Finale des Totopokals erreicht und damit noch die Chance, sich über diesen Weg für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Ein schwacher Trost für die verpasste Aufstiegschance, aber ein mögliches positives Saisonziel.

Die Mannschaft um Althaus, Schifferl, Niederlechner und Faßmann stemmte sich erfolgreich gegen eine Heimniederlage, doch der späte Sieg blieb aus. Vielleicht wäre er des Guten zu viel gewesen – nicht, dass noch jemand Hoffnung schöpft.

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