3. Liga: Energie Cottbus verliert unglücklich, Hansa Rostock hofft weiter, Aue punktet
3. Liga: Cottbus verliert, Rostock hofft, Aue punktet

3. Liga: Energie Cottbus verliert unglücklich, Hansa Rostock hofft weiter, Aue punktet

Der Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga entwickelt sich in den letzten fünf Spieltagen der 3. Liga zu einem wahren Krimi. Sowohl Energie Cottbus als auch Hansa Rostock dürfen sich keine weiteren Ausrutscher mehr leisten, während der FC Erzgebirge Aue nach einem weiteren Remis praktisch nicht mehr zu retten ist.

Energie Cottbus: Niederlage schmerzt im Aufstiegsrennen

Diese Niederlage tut Energie Cottbus besonders weh. Statt mit einem Sieg bis auf einen Punkt an Spitzenreiter VfL Osnabrück heranzurücken, beträgt der Rückstand nach der 0:1-Pleite nun sieben Zähler. „Wir haben einen groben Fehler mehr gemacht als der Gegner“, sagte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz bei MagentaSport. Seiner Meinung nach hat nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewonnen.

Wollitz kritisierte vor allem das eigene Angriffsspiel. Sein Team habe unfassbar viele Standardsituationen gehabt, im letzten Drittel aber ohne Überzeugung gespielt und die falschen Entscheidungen getroffen. „Wenn wir da die Wucht haben, haben wir auch eine enorme Intensität. Wir haben im Gegenpressing oft nicht sauber genug gespielt“, analysierte der Trainer und prangerte auch die Abwehrarbeit beim Gegentor an.

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Trotz der Enttäuschung kündigte Wollitz für das nächste Top-Spiel gegen den Zweiten Rot-Weiss Essen am kommenden Sonntag keine grundlegende Reaktion an. „Warum sollten wir reagieren? Weil wir unglücklich 0:1 verloren haben? Ich bin von meiner Mannschaft überzeugt. Jetzt geht es darum, in den letzten fünf Spielen schlau zu sein“, betonte er. Bei einem Sieg gegen Essen könnte Cottbus den Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz auf nur einen Punkt reduzieren.

Hansa Rostock: Aufstiegshoffnungen bleiben lebendig

Mit Blick auf das Ergebnis und die aktuelle Tabelle hatte Trainer Daniel Brinkmann gute Laune. Sein FC Hansa Rostock besiegte das Kellerkind SSV Ulm standesgemäß mit 5:1, belegt mit 59 Punkten fünf Spieltage vor dem Ende Rang fünf und hat die Aufstiegsränge weiter im Blick. Der Rückstand beträgt derzeit fünf Punkte.

„Letztes Jahr hatten wir 60 Punkte. Ich gehe stark davon aus, dass wir da eine Ecke drüber kommen. Das heißt, wir haben eine Entwicklung. Man kann einen positiven Trend festlegen. Jetzt gilt es, ein bisschen zu hoffen“, sagte Brinkmann bei MagentaSport. Er verwies darauf, dass die vor Hansa platzierten Teams teilweise noch gegeneinander spielen, was Rostocks Chancen erhöhen könnte.

Gegen Ulm brachte sich seine Mannschaft nach einer 2:0-Führung und dem Anschlusstor selbst in Schwierigkeiten. Bis zum klaren Endstand musste lange gekämpft werden. „Für mich ist das 5:1 zu hoch. Ich möchte, dass wir sowas souveräner runterspielen und nicht nochmal dieses Momentum des Zitterns haben“, sagte Brinkmann. Spieler Maximilian Krauß betonte: „Nach dem 3:1, gerade ab der 60. Minute, war das Spiel schon ein bisschen tot. Aber dann haben wir trotzdem den Schalter nochmal umgelegt. Das zeigt den Charakter der Mannschaft.“

FC Erzgebirge Aue: Punktgewinn ohne Überzeugung

Wenn so der Kampf um den letzten Strohhalm in Sachen Klassenverbleib aussieht, dann hat der FC Erzgebirge Aue diesen nicht verdient. Trotz eines 1:1 gegen den SC Verl lieferten die Sachsen den Beweis dafür, warum sie so tief im Tabellenkeller stehen. Besonders in der ersten Halbzeit war das Spiel der „Veilchen“ leidenschaftslos.

Die von Interimstrainer Khvicha Shubitidze angekündigten Fortschritte waren nicht zu sehen. „Leider nicht“, beantwortete Shubitidze bei MagentaSport die Frage, ob seine Mannschaft das gezeigt habe, was er von ihr erwartet habe. „In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass man mit schnellem vertikalen Spiel Ideen hatte. Leider wurde das aber schlecht ausgespielt“, sagte der bisherige Leiter des Auer Nachwuchsleistungszentrums.

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Tatsächlich wurde Aue in der zweiten Halbzeit besser, doch das Ausgleichstor von Erik Weinhauer entsprang einem kapitalen Abspielfehler von Verls Torhüter Philipp Schulze. Geht doch noch etwas für den FC Erzgebirge? „Darum geht es nicht. Wir wollen von Spiel zu Spiel besser werden. Wir sind dafür da, noch etwas zu bewegen, in den nächsten Spielen noch einmal eine Idee zu entwickeln“, sagte Shubitidze.