41 Tage ungeschlagen: HSV hält Serie mit kuriosem Kuller-Tor gegen Mainz
Der Hamburger SV hat seine beeindruckende Serie von 41 Tagen ohne Niederlage mit einem 1:1-Unentschieden gegen den FSV Mainz 05 fortgesetzt. In einem spannenden Abstiegskracher sorgte ein kurioses Eigentor von Mainz-Verteidiger Philipp Mwene für den verdienten Ausgleich der Hamburger.
Traumtor und Kuller-Ausgleich
Die Partie begann vielversprechend für die Mainzer, die ihrem Trainer Urs Fischer zum 60. Geburtstag am Freitag ein besonderes Geschenk machen wollten. Kurz vor der Halbzeitpause erzielte DFB-Star Nadiem Amiri in der 42. Minute ein Traumtor, als er eine Flanke von Danny da Costa volley ins linke Eck zimmerte. Ein Treffer, der scheinbar aus dem Nichts kam und die Heimmannschaft in Führung brachte.
Doch die Hamburger, die aufgrund eines Staus erst um 19:41 Uhr im Stadion eintrafen und das Spiel damit zehn Minuten verspätet anpfiff, kämpften sich zurück. In der 64. Minute kam der kuriose Ausgleich: Ein schwach getretener Freistoß von Fabio Vieira prallte unglücklich an den Fuß von Mainz-Verteidiger Mwene und kullerte unhaltbar ins rechte Eck des Mainzer Tores.
Hamburger Serie und umstrittene Szenen
Mit diesem Punkt bleibt der HSV nun seit 41 Tagen und sechs Spielen ohne Niederlage. Die letzte Pleite datiert aus Anfang Januar, als die Hamburger in Freiburg mit 1:2 unterlagen. Diese konstante Leistung spricht deutlich für den angestrebten Klassenerhalt der Norddeutschen.
Die Partie war jedoch auch von umstrittenen Szenen geprägt. Mainz hatte Glück, das Spiel nicht in Unterzahl beenden zu müssen. Dominik Kohr, bereits mit Gelb verwarnt, trat im gegnerischen Strafraum klar den Fuß von Moritz Heyer. Über eine rote Karte hätte sich der Mainzer Spieler nicht beschweren dürfen.
Ebenfalls kurios: Eine klare Schwalbe von Guram Giorbelidse wurde vom Schiedsrichter Robin Braun nicht geahndet. Stattdessen zeigte der Unparteiische Mainz-Verteidiger Niklas Potulski die Gelbe Karte für ein angebliches Foulspiel.
Ausblick auf die Saison
Die Hamburger zeigen sich in der Rückrunde deutlich verbessert und präsentieren sich als schwer zu bezwingende Mannschaft. Mit nun 41 Tagen ohne Niederlage haben sie wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt und gehen mit gestärktem Selbstvertrauen in die kommenden Spiele.
Für Mainz bedeutet das Unentschieden einen kleinen Dämpfer im eigenen Abstiegskampf, doch die Leistung gegen den in Form starken HSV lässt durchaus Hoffnung aufkommen. Besonders das Traumtor von Nadiem Amiri unterstrich die offensive Qualität der Rheinland-Pfälzer.



