WM-Startelf mit acht Bayern-Stars? Nagelsmanns mögliche Blockbildung für den DFB
Der FC Bayern München spielt eine herausragende Saison, die der deutschen Nationalmannschaft bei der anstehenden Weltmeisterschaft im Sommer 2026 zugutekommen könnte. Theoretisch wäre sogar eine Startformation mit acht Spielern des Rekordmeisters denkbar – ein faszinierendes Gedankenspiel, das die Fachwelt beschäftigt.
Historisches Erfolgsrezept: Starker Bayern-Block im DFB-Team
Die Vergangenheit zeigt ein klares Muster: Immer wenn der FC Bayern mit einem starken Block in der Nationalmannschaft vertreten war, gelang der Gewinn der WM-Titel – 1974, 1990 und 2014. Knapp drei Monate vor Beginn der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko ist die Euphorie rund um das DFB-Team zwar verhalten, doch der Blick auf den aktuellen Kader verheißt Gutes.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sechs Bayern-Spieler für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana nominiert. Diese kommen mit ordentlich Rückenwind zur Nationalmannschaft, denn der Rekordmeister führt die Bundesliga souverän an, ist im DFB-Pokal aussichtsreich vertreten und zählt in der Champions League zum Favoritenkreis.
„FC Bayern light“ als strategische Option
„Bayern spielt national und international eine Top-Saison, sie verkörpern eine großartige Mentalität. Deswegen greifen wir gerne auf diesen Block zurück“, begründete Nagelsmann seine Nominierungen. Die Vorteile einer solchen Blockbildung liegen auf der Hand: Die Spieler kennen sich aus dem Verein in- und auswendig, Automatismen sind eingeübt und die Hierarchien auf dem Platz sind klar definiert.
Von der offensiven, pressinglastigen Spielweise unter Trainer Vincent Kompany könnte das DFB-Team ebenfalls profitieren. Mit Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Leon Goretzka, Serge Gnabry und Jamal Musiala – der die anstehenden Länderspiele verletzungsbedingt verpasst – haben bereits fünf Münchner ihren Platz in der Startelf sicher.
Gedankenspiel: Acht Bayern-Spieler in der Startelf
Treibt man die Überlegungen weiter, könnte Nagelsmann im Tor auf den 22-jährigen Jonas Urbig setzen. Der junge Keeper hat seit seinem Wechsel nach München eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen und beweist sich in der Champions League auf höchstem Niveau. Zwar hat Oliver Baumann derzeit die Nase vorn, doch nach der WM werden die Karten im DFB-Tor neu gemischt.
Ein weiterer interessanter Kandidat ist Tom Bischof. Der 20-jährige Vielseitige, der bei Bayern bereits auf beiden Außenverteidigerpositionen gespielt hat, könnte die defensive Problematik der Nationalmannschaft lösen. Nagelsmann bestätigte, dass Bischof nah an einer Nominierung ist.
Bayern-Herzstück im Mittelfeld
Im zentralen Mittelfeld plant Nagelsmann mit Leon Goretzka auf der Doppelsechs. Neben ihm gelten Bayern-Kollege Aleksandar Pavlović – der aktuell verletzt ist – und Felix Nmecha von Borussia Dortmund als aussichtsreichste Kandidaten. Entscheidet sich Nagelsmann für Pavlović, hätte er zusammen mit Goretzka und Musiala oder dem frisch nominierten Lennart Karl als Zehner ein gut abgestimmtes Bayern-Trio als Herzstück seiner Mannschaft.
Eine mögliche WM-Startelf mit starkem Bayern-Einschlag könnte somit lauten: Urbig – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Bischof – Goretzka, Pavlović – Gnabry, Musiala (Karl), Wirtz – Undav.
Ob Nagelsmann tatsächlich auf diese „FC Bayern light“-Variante setzen wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die starke Bayern-Fraktion dem DFB-Team bei der WM 2026 wertvolle Vorteile bringen könnte – ganz nach dem historischen Erfolgsrezept vergangener Titelgewinne.



