Berlin - In der Basketball-Bundesliga steht das letzte Punktspiel der regulären Saison an, und für Alba Berlin geht es um alles: Um Platz zwei und damit eine günstige Ausgangsposition für die Playoffs. Am Sonntag empfangen die Berliner in der Max-Schmeling-Halle den Aufsteiger Science City Jena (16.30 Uhr/Dyn). Ein Sieg ist Pflicht, um den zweiten Tabellenplatz zu sichern. Nationalspieler Malte Delow zeigte sich angesichts der Situation selbstkritisch: „Es wäre schöner gewesen, es zu vermeiden, dass man jetzt mit Druck in dieses Spiel gehen muss.“
Vergebene Matchbälle und Frust bei Alba
Die Berliner hatten zuvor zwei Gelegenheiten, Platz zwei vorzeitig klarzumachen, aber verloren gegen den FC Bayern München und die Niners Chemnitz. „Das ist schon ein bisschen unnötig, dass wir jetzt wahrscheinlich so ein Do-or-die-Spiel haben werden“, sagte Delow. Die Niederlagen haben Frust hinterlassen, doch das Team muss sich nun auf das entscheidende Duell konzentrieren.
Jena ohne Druck – Klassenerhalt bereits gesichert
Ganz anders ist die Lage bei Science City Jena. Der Aufsteiger hatte sich am Donnerstagabend mit einem Heimsieg gegen die MLP Academics Heidelberg vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. Jena kann daher völlig befreit und ohne Druck aufspielen. Alba-Trainer Pedro Calles ist bemüht, den Druck in positive Energie umzuwandeln. „Alles, was uns hilft, das Level hochzuhalten und die richtige Einstellung zu haben, nehmen wir mit“, sagte der Spanier. Er sieht das Spiel auch als letzten Härtetest für die Playoffs, die eine Woche später beginnen.
Calles: Platz zwei wäre schön, aber nicht alles
Der Verlust von Platz zwei wäre zwar ein herber Rückschlag, „aber es ist nicht das Ende der Saison und auch nicht dramatisch“, betonte Calles. Er erinnerte an die erfolgreichen Phasen der Saison: „Dieses Team hatte viele gute Wochen und Spiele. Und diese guten Dinge können wir nicht einfach wegwischen. Selbst, wenn wir nur Dritter werden, ist deshalb nicht alles schlecht.“ Für Alba geht es nun darum, die richtige Einstellung zu finden und den Druck in positive Bahnen zu lenken.



