Gerichtsverhandlung nach 15 Minuten vertagt: Arbeitsrechtsstreit zwischen VfL Wolfsburg und Ex-Sportdirektor
Arbeitsrechtsstreit: VfL Wolfsburg vs. Ex-Sportdirektor vor Gericht

Arbeitsrechtsstreit zwischen VfL Wolfsburg und ehemaligem Sportdirektor

Im Arbeitsgericht Braunschweig hat am Montag, dem 13. April 2026, die erste Verhandlung im Rechtsstreit zwischen dem VfL Wolfsburg und seinem ehemaligen Sportdirektor Sebastian Schindzielorz stattgefunden. Der 47-jährige Ex-Profi, der unter anderem für den VfL Bochum und den 1. FC Köln aktiv war, klagt gegen die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses Ende November 2025. Die Verhandlung dauerte lediglich 15 Minuten und wurde ohne Ergebnis vertagt.

Kern des Streits: Befristung und Kündigung

Schindzielorz macht geltend, dass sein Arbeitsverhältnis nicht durch einen Aufhebungsvertrag oder eine einseitige Erklärung des Vereins mit dem 13. Februar 2026 beendet worden ist. Zudem greift er die Befristung seines Arbeitsvertrags zum 30. Juni 2026 als unwirksam an. Die Anwälte des VfL Wolfsburg sehen dies naturgemäß anders und verteidigen die Position des Bundesliga-Klubs.

Der ehemalige Sportdirektor soll drei bis vier Jahresgehälter einfordern, wobei Medienberichten zufolge sein Jahresgehalt bei rund 750.000 Euro gelegen haben soll – eine in der Fußballbranche durchaus hohe Summe. Die Verhandlung begann mit acht Minuten Verspätung aufgrund technischer Probleme und wurde unter Richterin Erhardt als Vorsitzende in Kammer C abgehalten.

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Verhandlung per Videokonferenz und Vertagung

Die Anwälte waren via Skype über zwei Bildschirme zugeschaltet: Buchberger aus Dortmund vertrat den Kläger Sebastian Schindzielorz, während Rain aus Ludwigsburg und Wendisch aus Wolfsburg die Verteidigung für den VfL Wolfsburg übernahmen. Nach nur einer Viertelstunde war die Verhandlung bereits beendet, ohne dass ein Ergebnis erzielt werden konnte.

Da keine Einigung möglich war, ruht die Verhandlung nun für drei Wochen. In dieser Zeit streben beide Parteien eine außergerichtliche Einigung an, möglicherweise in Form eines Vergleichs. Laut Aussage des Anwalts von Schindzielorz sollen die bisherigen Gespräche noch nicht um finanzielle Details gegangen sein.

Weitere rechtliche Auseinandersetzungen drohen

Unabhängig von diesem Prozess könnte bald ein weiterer Ex-Angestellter des VfL Wolfsburg rechtliche Schritte einleiten. Nach Informationen der BILD-Zeitung soll auch der ehemalige Geschäftsführer Sport, Peter Christiansen (51), der Anfang März 2026 entlassen wurde, über Klagen nachdenken. Aus seiner Sicht sollen vereinbarte Abfindungsregelungen nicht eingehalten worden sein. Die Anwälte beider Parteien sollen bereits im Austausch stehen, was auf mögliche weitere arbeitsrechtliche Konflikte hindeutet.

Der Fall unterstreicht die komplexen arbeitsrechtlichen Herausforderungen im Profifußball, wo hohe Gehälter und befristete Verträge häufig zu Streitigkeiten führen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich der VfL Wolfsburg und Sebastian Schindzielorz außergerichtlich einigen können oder ob der Prozess fortgesetzt werden muss.

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