Deutsche Para-Staffel holt sensationelles Silber bei Paralympics
Großer Jubel bei den Paralympics in Cortina d'Ampezzo! Die deutsche Langlauf-Staffel hat am vorletzten Wettkampftag in der offenen Klasse sensationell die Silbermedaille für „Team D“ geholt. In einem hochdramatischen Rennen lag Deutschland lange auf Goldkurs, musste sich aber am Ende mit nur 5,4 Sekunden Rückstand der chinesischen Mannschaft geschlagen geben. Norwegen sicherte sich Bronze.
ARD-Übertragung sorgt für Enttäuschung
Während die deutsche Staffel um die erste nordische Goldmedaille bei den Paralympics kämpfte, zeigte die ARD im linearen Fernsehen lieber Live-Bilder vom 50-Kilometer-Rennen beim Ski-Langlauf-Weltcup in Oslo. Das Rennen bot keine deutschen Siegchancen und war durch extremen Nebel in Norwegen kaum zu verfolgen. Zuschauer sahen stattdessen einen siebenfachen norwegischen Erfolg, während der emotionale Goldkampf der deutschen Para-Athleten im Stream versteckt wurde. Nicht zum ersten Mal in den letzten Tagen wurden die Paralympics in den Öffentlich-Rechtlichen in den Hintergrund gedrängt.
Mixed-Staffel verpasst Podium knapp
Zuvor hatte Deutschland im Mixed-Wettbewerb mit Nico Messinger, Anja Wicker, Leonie Walter und Lennart Volkert das Podest knapp verpasst. Beim Sieg der USA fehlte dem deutschen Quartett als Vierter lediglich 13,9 Sekunden auf das Podium. Platz zwei ging an die Ukraine vor China. Messinger zeigte sich nach dem Rennen enttäuscht: „Das ist ein enttäuschender vierter Platz. Wir haben uns schon eine Medaille erhofft. Aber wir müssen akzeptieren, dass die anderen ein Stück besser waren.“
Das deutsche Team im Fokus
Die siegreiche Silber-Staffel bestand aus den herausragenden Athleten:
- Theo Bold (20 Jahre)
- Sebastian Marburger (28 Jahre)
- Linn Kazmaier (19 Jahre)
- Marco Maier (26 Jahre)
Ihre Leistung unterstreicht die wachsende Stärke des deutschen Para-Sports, auch wenn die mediale Aufmerksamkeit oft hinter den Erwartungen zurückbleibt.



