Die dunkle Seite von Instagram: Sportpsychologe gibt Athleten wie Vanessa Voigt wichtige Ratschläge
Im aktuellen SPORT1-Podcast "Deep Dive" hat sich der renommierte Sportpsychologe Lothar Linz ausführlich mit einem brisanten Thema der digitalen Sportwelt auseinandergesetzt: Hassnachrichten in sozialen Netzwerken. Der Experte beleuchtet dabei nicht nur die Ursachen dieses Phänomens, sondern bietet auch konkrete Handlungsempfehlungen für betroffene Sportlerinnen und Sportler.
Warum Hass im Netz entsteht
Lothar Linz erklärt im Gespräch mit den Moderatoren die psychologischen Mechanismen, die hinter Hasskommentaren im Internet stehen. Anonymität und Distanz spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie Hemmschwellen senken und zu enthemmten Äußerungen führen können. Der Sportpsychologe betont, dass diese Nachrichten oft weniger mit der tatsächlichen Leistung der Athleten zu tun haben, sondern vielmehr Projektionen eigener Frustrationen darstellen.
Konkrete Tipps für Sportler
Für Athleten wie Biathletin Vanessa Voigt und andere Profisportler hat Linz praktische Ratschläge parat:
- Professionelle Distanz wahren: Kommentare nicht persönlich nehmen und als Teil des öffentlichen Lebens einordnen
- Unterstützungssystem nutzen: Mit Vertrauenspersonen aus dem Team oder der Familie über belastende Nachrichten sprechen
- Social-Media-Pausen einlegen: Gezielte Auszeiten von den Plattformen zur mentalen Erholung
- Positive Interaktionen fokussieren: Aufbauende Kommentare bewusst wahrnehmen und wertschätzen
Der Experte weist darauf hin, dass der Umgang mit negativen Reaktionen im Netz heute zu den grundlegenden Kompetenzen im Profisport gehöre. Eine frühzeitige psychologische Vorbereitung auf diese Herausforderungen könne entscheidend dazu beitragen, die mentale Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Athleten langfristig zu erhalten.



