Atlético Madrid schreibt Champions-League-Geschichte mit frühem Torfeuerwerk
In einem denkwürdigen Achtelfinale der Champions League hat Atlético Madrid einen neuen Bestwert in der Königsklasse aufgestellt. Die Spanier führten gegen Tottenham Hotspur bereits nach nicht einmal 15 Spielminuten mit 3:0 – so früh wie noch nie zuvor in einem K.O.-Spiel des Wettbewerbs.
Debüt-Drama bei Tottenham: Torhüterwechsel nach 17 Minuten
Für Tottenham Hotspur entwickelte sich der Abend in Madrid zum Albtraum. Teammanager Igor Tudor hatte sich vor dem Spiel für einen Torhüterwechsel entschieden und den Debütanten Antonin Kinsky ins Tor gestellt. Diese Entscheidung sollte sich als fatal erweisen.
Bereits in der 6. Minute rutschte der tschechische Torwart mit Ball am Fuß weg, was Marcos Llorente zur 1:0-Führung für Atlético nutzte. Nur acht Minuten später glitt Verteidiger Micky van de Ven aus, Antoine Griezmann erhöhte auf 2:0. Das Drama setzte sich fort: Nur 30 Sekunden nach dem zweiten Treffer unterlief Kinsky ein weiterer fataler Patzer – beim Passversuch trat er neben den Ball, Julián Álvarez schob zum 3:0 ein (15.).
Nach 14 Minuten und 59 Sekunden stand das historische 3:0 auf der Anzeigetafel – ein neuer Rekord in der Champions League. Noch nie hatte eine Mannschaft in einem K.O.-Spiel so früh drei Tore erzielt.
Tudors Reaktion und weitere Tore
Spurs-Coach Igor Tudor reagierte umgehend auf das Debakel und beendete Kinskys Champions-League-Debüt nach nur 17 Minuten. Er brachte Guglielmo Vicario zurück ins Tor, den er eigentlich wegen schwacher Leistungen aus der Startformation genommen hatte. Doch auch Vicario konnte die Niederlage nicht verhindern: Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung kassierte er das 4:0 durch Robin Le Normand.
Immerhin gelang Tottenham vor der Pause ein Ehrentreffer: Pedro Porro erzielte in der 26. Minute das 1:4. Für die Londoner setzt sich damit eine negative Serie fort: In der Premier League sind sie abstiegsbedroht, und Tudor hat seine ersten drei Ligaspiele im Amt allesamt verloren.
Die Partie in Madrid wird als eines der denkwürdigsten Achtelfinals in der Geschichte der Champions League in Erinnerung bleiben – sowohl wegen des historischen Rekords von Atlético Madrid als auch wegen des kurzen und verheerenden Debüts von Tottenhams Torhüter Antonin Kinsky.



