Claude-Maurice eiskalt: Augsburgs Elfmeter schießt Heidenheim Richtung Abstieg
Augsburgs Elfmeter schießt Heidenheim Richtung Abstieg

Eiskalter Elfmeter entscheidet schwaches Kellerduell

In einem enttäuschenden Abstiegsduell der Fußball-Bundesliga hat der FC Augsburg dem 1. FC Heidenheim einen schweren Schlag versetzt. Ein eiskalt verwandelter Foulelfmeter von Alexis Claude-Maurice in der 80. Minute bescherte den Fuggerstädtern beim dürftigen 1:0 (0:0) drei äußerst wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Vor 30.107 Zuschauern im Augsburger Stadion zeigte sich einmal mehr die Offensivschwäche der Gäste aus Heidenheim.

Heidenheims Absturz scheint unaufhaltsam

Die erschreckend harmlosen Heidenheimer müssen sich nach dem bereits neunten sieglosen Spiel in Folge immer mehr mit dem bitteren Gedanken des Abstiegs anfreunden. Mit nur 13 Punkten nach 22 Spieltagen bleibt die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt unangefochtener Tabellenletzter. Der Rückstand auf den rettenden Relegationsplatz 16 beträgt mittlerweile sechs Punkte. Eine historisch düstere Statistik lastet auf dem Verein: Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel ist noch jeder Klub mit einer solchen Bilanz am Saisonende abgestiegen.

Die vergebene Großchance von Jan Schöppner in der 65. Minute und der Fehlschuss von Eren Dinkci nur drei Minuten später waren symptomatisch für die schwächste Offensive der gesamten Liga. Die Heidenheimer zeigten zwar Einsatz, doch die notwendige Gefahr und Präzision im Abschluss fehlten komplett.

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Claude-Maurice bleibt nervenstark

Ganz anders agierte der Matchwinner des Abends. Alexis Claude-Maurice blieb vom Elfmeterpunkt eiskalt, nachdem Benedikt Gimber Augsburgs Kapitän Keven Schlotterbeck nach einem Eckball regelwidrig zu Fall gebracht hatte. Interessanterweise wollte Augsburgs Trainer Manuel Baum bei dieser entscheidenden Aktion lieber nicht hinsehen und richtete seinen Blick demonstrativ zur Bank. Diese drei Punkte sind für die Fuggerstädter von immenser Bedeutung, denn sie bauen ihren Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 auf nunmehr sechs Punkte aus.

Fankritik am Videoschiedsrichter

Die Augsburger Fans nutzten das Heimspiel, um ihrer anhaltenden Wut über den Videoschiedsrichter (VAR) Luft zu machen. Auf zahlreichen Plakaten im Stadion wurde der Kölner Keller deutlich kritisiert. „VAR abschaffen“, „Hört auf, den Sport kaputt zu reparieren“ oder „Entscheidungen gehören auf den Platz, nicht in den Keller“ stand auf den Transparenten geschrieben. Diese Stimmung teilte auch der Augsburger Geschäftsführer Michael Ströll, der nach dem Spiel erklärte: „Es gibt keine klare Linie. Ist der VAR, wie er aktuell praktiziert wird, überhaupt sinnhaft? Der VAR ist schlechter geworden.“ Ströll bezog sich dabei nicht zuletzt auf einen äußerst fragwürdigen Elfmeter beim 0:2 gegen Mainz 05 vor einer Woche.

Ein Spiel mit wenig Glanzlichtern

Abseits der VAR-Debatte bot das Spiel auf dem Rasen bei niedrigen Temperaturen wenig Heißblütigkeit. Zwar konnte man beiden Mannschaften vollen Einsatz nicht absprechen, doch echte fußballerische Glanzlichter blieben Mangelware. Die Heidenheimer erarbeiteten sich in der ersten Halbzeit sogar etwas mehr Ballbesitz und ein leichtes Plus an Torschüssen, strahlten dabei jedoch keinerlei Gefahr aus. Die Augsburger zeigten mit Abschlüssen von Kristijan Jakic (18.), Alexis Claude-Maurice (26.) und einem Heber von Michael Gregoritsch (38.) immerhin etwas mehr Offensivambitionen.

Trainer Manuel Baum hatte von seiner Mannschaft weniger Übermut, dafür mehr „senioriges“ Auftreten gefordert. Statt jedoch abgebrüht und souverän zu agieren, leisteten sich die Hausherren weiterhin zahlreiche unnötige Abspielfehler. Nach der Pause wähnten die Heidenheimer ihre Chance, doch die Abschlüsse blieben zu unplatziert und völlig drucklos. Am Ende reichte den Augsburgern eine einzige klare Aktion zur späten und verdienten Entscheidung.

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