Ridle Baku: Vom Karrieresprung zum WM-Traum
Seit seinem Wechsel zu RB Leipzig hat Ridle Baku eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht. Der 27-jährige Rechtsverteidiger etablierte sich nicht nur als Stammspieler bei den Sachsen, sondern schaffte auch nach vierjähriger Pause die Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft. Im exklusiven SPORT1-Interview spricht der Defensivspieler nun über seine Ambitionen für die anstehende Weltmeisterschaft und verrät, wie er Bundestrainer Julian Nagelsmann von sich überzeugen will.
Die Rückkehr mit Tor und Vorlage
„Wenn man dann wieder nominiert wird und auch noch ein Tor und eine Vorlage macht, ist das umso schöner“, erklärt Baku mit sichtlicher Freude. „Jeder Junge träumt davon, den Adler auf der Brust tragen zu dürfen.“ Für den Mainzer, der seine Profikarriere beim VfL Wolfsburg startete, fühlt sich die erneute Berufung wie der verdiente Lohn harter Arbeit an. Mit fast 250 Bundesligaspielen, Champions-League-Erfahrung und nun wieder Nationalspielerstatus blickt er auf eine bemerkenswerte Entwicklung zurück.
Der WM-Traum: „Das wäre einmalig!“
Die Möglichkeit, bei der Weltmeisterschaft für Deutschland auflaufen zu dürfen, bezeichnet Baku als „überragendes Gefühl“. „Es gibt nichts Größeres, als eine WM für sein Land zu spielen“, betont der Leipziger. „Ich werde alles dafür tun, damit dieser Traum wahr wird.“ Besonders stolz macht ihn dabei die Tatsache, dass er sowohl in Wolfsburg als auch in Leipzig DFB-Tore erzielen konnte – eine „coole Geschichte“, wie er selbst schmunzelnd anmerkt.
Konkurrenzkampf und Kaderrolle
Auf seiner Position muss sich Baku gleich mit zwei prominenten Konkurrenten messen: Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich und RB-Kollege Benjamin Henrichs. Zur Frage, ob er eine Backup-Rolle akzeptieren würde, antwortet der Verteidiger diplomatisch: „Am Ende geht es immer um das Team. Wenn ich dabei bin, freue ich mich. Wenn ich Einsatzzeiten bekomme, freue ich mich umso mehr.“ Über das Duell mit Henrichs sagt er: „Benny kenne ich schon seit Jahren! Wir sind beide professionell genug, um mit der Situation umzugehen.“
Extraschichten für die Fitness
Um für die WM in Bestform zu sein, investiert Baku erheblichen zusätzlichen Aufwand. Im Sommer errang er sogar den inoffiziellen Titel des „fittesten Profis“ und kehrte in Topzustand aus dem Urlaub zurück. Sein Geheimnis: „Vom Klub bekommen wir Pläne, die arbeite ich konsequent ab. Zusätzlich versuche ich privat noch einiges zu machen.“ Regelmäßig besucht er ein Athletikcamp in Marbella, wo er sich mit anderen Profis wie Toni Nusa trifft.
Padel-Duell mit Jürgen Klopp
Ein besonderes Erlebnis war für Baku ein zufälliges Padel-Tennis-Match mit Jürgen Klopp im Sommer. „Kloppo ist schon ein guter Spieler“, gesteht der Nationalspieler. „Da fehlt mir noch die eine oder andere Einheit, um wirklich eine Chance zu haben.“ Im Doppel mit einer starken Partnerin gelang am Ende sogar ein Sieg gegen den erfahrenen Trainer – eine Anekdote, die Baku mit einem Schmunzeln erzählt.
Regeneration im Jacuzzi
Ein fester Bestandteil von Bakus Regenerationsroutine ist der Jacuzzi in der RB-Akademie. „Da wir hier in der Akademie einen haben, springe ich tatsächlich fast täglich rein“, verrät der 27-Jährige. Mittlerweile hat er mehrere Teamkollegen für diese Erholungsmethode begeistern können, darunter Kosta Nedeljkovic, Brajan Gruda und Andrija Maksimovic. „Die Zeit nutzen wir dann auch, um ein bisschen zu quatschen“, so Baku über diese geselligen Regenerationsmomente.
Mit dieser Mischung aus Professionalität, Teamgeist und zusätzlichem Einsatz arbeitet Ridle Baku konsequent auf sein großes Ziel hin: Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 und die Chance, Deutschland auf höchstem internationalem Niveau zu vertreten.



