FC Barcelona legt nach CL-Niederlage offizielle Beschwerde gegen Schiedsrichter ein
Barcelona legt nach CL-Niederlage Beschwerde gegen Schiedsrichter ein

FC Barcelona reicht nach Champions-League-Niederlage offizielle Beschwerde bei UEFA ein

Der FC Barcelona hat nach der 0:2-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atlético Madrid eine offizielle Beschwerde bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingereicht. Der katalanische Verein kritisiert dabei insbesondere die Schiedsrichterleistung während der Partie und fordert Konsequenzen.

Handspiel-Szene als zentraler Streitpunkt

Im Mittelpunkt der Beschwerde steht eine umstrittene Szene in der 54. Spielminute. Atlético-Verteidiger Marc Pubill, der bereits mit einer Gelben Karte vorbelastet war, berührte den Ball nach einem ausgeführten Abstoß von Torhüter Juan Musso mit der Hand. Der FC Barcelona bewertet dies in einem offiziellen Schreiben auf seiner Webseite als "gravierenden Fehler" der Schiedsrichter.

"Der Verein ist der festen Überzeugung, dass es zu einer Schiedsrichterentscheidung kam, die gegen die geltenden Regeln verstößt und direkten Einfluss auf den Spielverlauf sowie das Endergebnis hatte", heißt es in der offiziellen Stellungnahme. Barcelona fordert von der UEFA "die Einleitung einer umfassenden Untersuchung, Einsicht in die Kommunikation der Schiedsrichter sowie gegebenenfalls die offizielle Anerkennung der Fehler und die Ergreifung entsprechender Maßnahmen".

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Hansi Flick übt scharfe Kritik an deutschen Schiedsrichter

Barcelonas Trainer Hansi Flick hatte sich bereits unmittelbar nach Spielende deutlich geäußert. Besonders kritisch sah er die Rolle des deutschen Videoschiedsrichters Christian Dingert, der für den Video-Assistenten-Referee (VAR) zuständig war. "Ich verstehe absolut nicht, warum der VAR in dieser Situation nicht eingreift", sagte Flick nach der Partie.

Der Trainer führte weiter aus: "Es ist menschlich, Fehler zu machen, aber in solch entscheidenden Momenten – wozu haben wir überhaupt den VAR? Das hätte eindeutig ein Elfmeter und die zweite Gelbe, also die Rote Karte für Pubill sein müssen. So etwas darf einfach nicht vorkommen." Mit deutlicher Ironie kommentierte Flick die Nationalität des Videoschiedsrichters: "Er ist ein Deutscher – danke an Deutschland."

Weitere umstrittene Entscheidungen im Spiel

Neben der Handspiel-Szene kritisierte der FC Barcelona auch den Platzverweis von Verteidiger Pau Cubarsi in der 44. Minute. Der rumänische Hauptschiedsrichter István Kovács zeigte dem jungen Abwehrspieler nach einem Zweikampf die Rote Karte, was Barcelona als überzogen bewertet.

Die Niederlage gegen Atlético Madrid stellt den FC Barcelona vor große Herausforderungen im Rückspiel. Mit 0:2 im Hinspiel und der umstrittenen Schiedsrichterleistung sieht sich der Verein in einer schwierigen Ausgangsposition für die Rückkehr in das heimische Camp Nou.

Die UEFA muss nun über die eingereichte Beschwerde entscheiden und könnte bei Anerkennung der Vorwürfe disziplinarische Maßnahmen gegen die beteiligten Schiedsrichter einleiten. Der Fall zeigt erneut die anhaltenden Diskussionen um den VAR-Einsatz und die Konsistenz von Schiedsrichterentscheidungen im internationalen Spitzenfußball.

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