Historische Niederlage: Barcelona kassiert Pokal-Desaster in Madrid
Der FC Barcelona hat im Halbfinale der Copa del Rey eine historische und demütigende Niederlage erlitten. Beim Titelverteidiger Atlético Madrid gerieten die Katalanen bereits in der ersten Halbzeit in einen Abwärtssog, der in einer 0:4-Pausenpleite gipfelte. Trainer Hansi Flick steht mit seinem Team nun vor dem nahezu sicheren Aus im spanischen Pokalwettbewerb.
Desaströser Start mit Eigentor und Torwartfehler
Die Katastrophe nahm ihren Lauf in der siebten Spielminute, als ein folgenschwerer Fehler des Torwarts Joan García zum frühen Rückstand führte. Der eigentlich als Ersatz für den verletzten Marc-André ter Stegen eingewechselte Keeper ließ einen Rückpass von Abwehrspieler Eric García unter seinem Fuß hindurch ins eigene Netz gleiten. Dieser unglückliche Eigentor leitete eine der schwärzesten Halbzeiten der jüngeren Barcelona-Geschichte ein.
Atlético Madrid nutzte die sichtlich verunsicherte Gästemannschaft konsequent aus und baute die Führung zügig aus:
- 15. Minute: Antoine Griezmann erhöhte auf 2:0
- 34. Minute: Winter-Neuzugang Ademola Lookman traf zum 3:0
- 45.+3 Minute: Julián Álvarez vollendete das 4:0 zur Pause
Historische Negativmarke und weitere Rückschläge
Laut dem renommierten Datenanbieter Opta kassierte Barcelona erst zum zweiten Mal seit der Saison 2004/2005 vier Gegentreffer in einer einzigen Halbzeit. Die einzige vergleichbare Situation ereignete sich im August 2020 in der Champions League, als die Katalanen im Viertelfinale mit 2:8 gegen den FC Bayern München unterlagen. Ironischerweise war damals ausgerechnet Hansi Flick der Trainer der siegreichen Bayern.
Die zweite Halbzeit brachte für Barcelona keine Wende. Zwar wechselte Flick bereits in der 37. Minute den polnischen Stürmerstar Robert Lewandowski ein, doch der erhoffte Umschwung blieb aus. Ein Treffer von Pau Cubarsí wurde nach Intervention des Video-Assistenten-Schiedsrichters (VAR) in der 52. Minute aberkannt. Zur vollständigen Demütigung sah Barcelona-Spieler Eric García in der 85. Minute nach einer Notbremse noch die Rote Karte.
Aussichten und historischer Kontext
Das Rückspiel im Camp Nou am 3. März erfordert nun ein wahres Fußballwunder für den Finaleinzug. Barcelona müsste Atlético Madrid mit mindestens vier Toren Unterschied besiegen, um die Partie zu drehen – eine Aufgabe, die nach der desaströsen Vorstellung in Madrid als nahezu unmöglich erscheint.
Besonders bitter für die Katalanen ist der Vergleich zum Vorjahr: Damals hatte sich Barcelona gegen denselben Gegner nach zwei hart umkämpften Spielen knapp durchgesetzt und triumphierte schließlich im Finale gegen Erzrivale Real Madrid. Die aktuelle Niederlage markiert somit einen dramatischen Sturz von der Spitze des spanischen Pokalgeschehens.
Für Trainer Hansi Flick bedeutet diese Pleite einen herben Rückschlag in seiner noch jungen Amtszeit bei Barcelona. Die Mannschaft zeigte sich in Madrid über weite Strecken des Spiels orientierungslos und fehleranfällig – Eigenschaften, die in der Königsklasse normalerweise sofort bestraft werden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Team aus dieser demütigenden Erfahrung lernen und im Rückspiel zumindest die Ehre retten kann.



