Barfuß zum Sieg: St. Paulis Held Joel Chima Fujita spürt sein Tor voraus
Vor dem wichtigen Kellerduell gegen Werder Bremen hatte Joel Chima Fujita bereits ein besonderes Gefühl. Wie gewohnt betrat der Mittelfeldspieler des FC St. Pauli mit nackten Füßen den Rasen, um ein Gespür für das Geläuf zu entwickeln. Diesmal war das Barfuß-Ritual jedoch von besonderer Bedeutung.
Ein ungewöhnliches Ritual mit großer Wirkung
Joel Chima Fujita verriet nach dem Spiel: „Es war irgendwie nur ein bisschen kalt und gleichzeitig nass, ein bisschen rutschig. Es fühlte sich einfach gut an.“ Was folgte, war ein engagierter Auftritt des 24-jährigen Japaners, der in der zweiten Halbzeit mit seinem ersten Bundesliga-Tor den 2:1-Siegtreffer erzielte. Mit viel Gefühl verwandelte er die Vorlage von Manolis Saliakas zum entscheidenden Tor.
Fujita beschrieb die Emotionen: „Ein tolles Gefühl, in einem so wichtigen Spiel ein Tor zu erzielen. Die Atmosphäre war einfach verrückt, einfach fabelhaft. Ich bin absolut glücklich.“ Während er in vorherigen Spielen oft neben das Tor zielte, traf er diesmal genau ins Schwarze. Der Matchwinner erklärte sein Tor-Geheimnis: „Ich war heute irgendwie ruhiger, habe das Ding einfach vernünftig in Richtung Torlinie bringen wollen.“
Ausgelassene Feier nach dem Abpfiff
Leicht angeschlagen verließ Fujita vor Spielende das Feld, hatte danach aber noch genug Energie für einen ausgelassenen Siegertanz vor den Fans. „Ich wollte meine Gefühle mit den Fans teilen. Deshalb habe ich getanzt“, begründete der Spieler seine spontane Feier. Die St. Pauli-Anhänger dankten es ihm mit begeisterten Sprechchören und feierten ihren wilden Wirbelwind.
Zur Bedeutung des Sieges sagte Fujita: „Klar, wir sind jetzt in einer etwas besseren Position. Wir versuchen natürlich, genauso weiterzumachen. In der ersten Halbzeit war das noch nicht so gut, aber in der Pause haben wir viel geredet, wie wir es besser machen. Das hat geklappt.“
Wichtiger Faktor im Abstiegskampf
In dieser Form wird Joel Chima Fujita noch ein entscheidender Faktor im Abstiegskampf des FC St. Pauli werden. Der Japaner hofft natürlich, in den kommenden Spielen weitere Siege feiern zu können – vorausgesetzt, das Barfuß-Feeling stimmt wieder. Sein ungewöhnliches Ritual hat sich jedenfalls als erfolgreich erwiesen und könnte zum Markenzeichen des talentierten Mittelfeldspielers werden.
Die Mannschaft profitiert nicht nur von Fujitas Torerfolg, sondern auch von seiner positiven Ausstrahlung und seinem Kampfgeist. In schwierigen Phasen des Spiels bewahrte er die Ruhe und zeigte Nervenstärke, was sich letztendlich in dem wichtigen Siegtreffer niederschlug.



